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Postauto gerammt und geflüchtet - Polizei ermittelt Fahrer

BAD MÜNDER. Am Mittwochvormittag wurde in der Angerstraße ein abgestelltes Zustellfahrzeug der Deutschen Post von einem vorbeifahrenden Fahrzeug touchiert und beschädigt. Der Verursacher flüchtete, konnte aber inzwischen gefunden werden.

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Der 63-jährige Postzusteller war gegen 10.30 Uhr dabei, Postsendungen zum Haus Angerstraße 31 zu bringen. Dazu stellte er den gelben Postwagen, einen gelben VW Caddy, vor dem Haus am Fahrbahnrand in Richtung Rahlmühler Straße ab.

Plötzlich hörte er einen Knall. Als er zum Postwagen zurücklief, sah er gerade noch, wie ein silbernes Fahrzeug in Richtung Hamelspringe davonfuhr. Der flüchtige Wagen stoppte zunächst etwa 250 Meter weiter an der Bushaltestelle „Bredenbeekweg“. Der 63-Jährige ging nun davon aus, dass die Fahrerin oder der Fahrer des Verursacherfahrzeuges hier wenden und zurückkommen würde. Es kam jedoch anders: Die Person stieg aus dem silbernen Wagen aus, begutachtete den eigenen Schaden, setzte sich wieder in das Auto und fuhr in Richtung Hamelspringe davon.

Dem Postzusteller gelang es nicht, dem Flüchtigen zu folgen. Er ging zur nahegelegenen Polizeidienststelle und zeigte die Unfallflucht hier an. Der Schaden am Zustellfahrzeug wird auf mindestens 1500 Euro geschätzt. Am Unfallort wurde ein silbernfarbener Außenspiegel gefunden.

Aufgrund eines Kennzeichenfragmentes führte die Polizei eine Selektion beim Kraftfahrtbundesamt durch. Dabei ergaben sich 18 mögliche Fahrzeuge, die als Verursacherfahrzeuge in Frage kommen würden. Die Ermittler machten sich den Weg, um die selektierten Fahrzeuge zu überprüfen. Gleich an der ersten Adresse wurden sie fündig: In einem Ortsteil von Bad Münder stand in einem Carport der gesuchte Ford Focus. Dem Wagen fehlte nicht nur der rechte Außenspiegel; auch weitere Spuren und Beschädigungen (insbesondere gelber Fremdlack) passten eindeutig zur Kollision mit dem Postauto.

Der 77-jährige Fahrzeughalter, der auch Fahrer des Wagens zur Unfallzeit war, räumte die Flucht bereits ein, konnte sein Verhalten aber nicht erklären. Gegen ihn wird nun wegen des unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle ermittelt. Über den Ausgang des Verfahrens, insbesondere über den Entzug der Fahrerlaubnis, wird die Staatsanwaltschaft Hannover entscheiden.

Das unerlaubte Entfernen von der Unfallstelle, die sogenannte Unfall- oder Fahrerflucht, ist kein Kavaliersdelikt. Neben dem schlechten Gewissen, einen Geschädigten mit seinem Schaden zurückzulassen oder in schlimmeren Fällen sogar einen Verletzten nicht zu helfen, folgen Unannehmlichkeiten wie Bestrafung, eventueller Führerscheinentzug und Regressmöglichkeiten der Versicherungen. Anhalten, stehenbleiben, warten und den Geschädigten oder die Polizei kontaktieren wäre die weitaus bessere und verantwortungsvollere Variante, wie man sich nach einem Verkehrsunfall verhalten sollte.



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