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Bankmitarbeiter verhindert Enkeltrick-Betrug in Bad Münder

BAD MÜNDER. Am Montag, 18. März, erhielt eine 88 Jahre alte Frau aus Bad Münder einen Anruf von einer Frau, die sich als ihre Nichte ausgab. Die Anruferin gab an, bei einem Anwalt in Hannover zu sein und Bargeld als Anzahlung auf eine Wohnung zu benötigen.

polizei-symbolbild dpa

Da sich die Anruferin mit dem tatsächlichen Vornamen der echten Nichte der Seniorin meldetet, schöpfte diese keinen Verdacht und sagte zu, die benötigte Summe von der Bank abzuholen. Glücklicherweise schöpfte ein Mitarbeiter der Bank Verdacht, dass es sich um einen sogenannten "Enkeltrick" handeln könnte. Er fragte nach dem Grund für die Abhebung einer solchen Summe. Nachdem die 88-Jährige ihm diesen nannte, riet der Mitarbeiter der Frau, ihr Geld auf ihrem Konto zu belassen. Im Anschluss informierte die Bank die Polizei. Dem aufmerksamen Bankmitarbeiter ist es zu verdanken, dass die Seniorin nicht um ihr Erspartes gebracht wurde.

Ob die Täter zufällig den richtigen Namen der Nichte nannten, oder die Seniorin zuvor ausspioniert hatten, konnte nicht geklärt werden. Die Polizei rät in Fällen wie diesen: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörige oder anderen Ihnen nahestehende Personen. - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. - Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.  Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. Bewahren Sie Ihre Wertsachen, zum Beispiel höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.



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