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Auf der B 442 fliegt plötzlich die Haube weg

BAD MÜNDER. Ein Fahrzeug der Post fährt auf der Bundesstraße 442 bei Hachmühlen, ein Geldtransporter direkt dahinter. Plötzlich löst sich die Motorhaube des Post-Fahrzeugs, schleudert hoch und prallt gegen den Geldtransporter.

Seit März 2016 in Bad Münder im Einsatz: Mit der Streetscooter-Flotte der Post werden Briefe und Pakete gebracht. Foto: Rathmann

Autor:

Jens Rathmann und Ralf T. Mischer

Was im Dienstbuch der Polizei von Montagmittag als einfacher Unfall ohne Verletzte geführt wird, hat eine besondere Komponente: Bei dem Postfahrzeug handelt es sich um einen Streetscooter, das von der Post in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen entwickelte Elektro-Lieferfahrzeug. Auffällig dabei: Bereits in der Vergangenheit sollen Postmitarbeiter in anderen Regionen auf Probleme mit sich während der Fahrt öffnenden Motorhauben beim Streetscooter hingewiesen haben.

Bereits seit März 2016 werden Streetscooter von der Post zwischen Deister und Süntel eingesetzt. Bad Münder war eine der ersten Städte in der Region, in der Briefe und Pakete umweltfreundlich mit Elektrofahrzeugen ausgeliefert werden. Im Stadtverkehr zeigten sich Mitarbeiter der Post im NDZ-Gespräch sehr zufrieden mit den gelben Flitzern, lediglich bei längeren Touren in die Ortsteile müsse die Ladekapazität des Akkus im Blick behalten werden.

Unter Post-Mitarbeitern sei aber auch bekannt, was das ZDF-Magazin „Wiso“ und die Zeitung „Die Welt“ bereits berichteten: Das Problem sich öffnender Motorhauben, das jetzt auch bei Hachmühlen auffiel und zum Unfall führte. Und die Reaktion der Post? „Am Stützpunkt Hameln, zu dem Bad Münder gehört, werden 60 Streetscooter betreut. Das ist jetzt das erste Mal, dass so ein Problem aufgetreten ist“, sagt Post-Sprecher Jens Hogardt. Der Vorfall werde nun sehr gründlich untersucht, kündigt er an.

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