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7,5-Tonner zermalmt zwei Volkswagen

HACHMÜHLEN. In der Nacht von Montag auf Dienstag hat der Fahrer eines Lastwagens auf der Bundesstraße 217, Hachmühlerstraße, zwei auf der Fahrbahn geparkte Autos übersehen – und zermalmt. Der 44-jährige Lastwagenfahrer wurde dabei leicht verletzt. Die Wagen sind Schrott.

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Bei einem Unfall auf der Hachmühler Straße, der Ortsdurchfahrt der B 217 in Hachmühlen, ist in der Nacht auf Dienstag ein Lkw-Fahrer leicht verletzt worden. Ein Lastwagen krachte gegen 1.20 Uhr gegen einen am Fahrbahnrand stehenden Volkswagen. Auch ein weiterer Pkw wurde schwer beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 50 000 Euro.

Der Lastwagen-Fahrer aus Schwarmstedt war mit einem 7,5-Tonner auf der Bundesstraße 217 in Richtung Hameln unterwegs. Auf Höhe der Kfz-Prüfstelle passierte es: Der 44-Jährige übersah einen am rechten Fahrbahnrand stehenden VW Touareg. Der Mercedes krachte dem Volkswagen ins Heck. Durch die Wucht des Aufpralls prallte der VW gegen einen Passat, schleuderte über den Bürgersteig und kam erst an einer Betonmauer zum Stehen. Glücklicherweise befanden sich keine Personen in dem Pkw.

Die Fahrbahn der Bundesstraße glich nach dem Unfall einem Trümmerfeld. Kunststoffteile und Scheinwerfer lagen meterweit verstreut auf der Straße. Das Heck des VW war aufgerissen, die Frontpartie des Lastwagens stark beschädigt. Aus einem Wagen lief Öl aus. Die Feuerwehr Hachmühlen, die mit zwei Fahrzeugen und 13 Kameraden ausgerückt war, leuchtete die Unfallstelle aus und band ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Rund zwei Stunden waren die Einsatzkräfte in der Nacht im Einsatz.

Die Polizei geht von einer Unaufmerksamkeit des Lkw-Fahrers als Unfallursache aus. Er habe die abgestellten Autos nicht gesehen, habe der Mann ermittelnden Streifenbeamten erzählt. Eine erste Überprüfung des Tachos habe ergeben, dass der Lkw nicht zu schnell unterwegs war, sagte ein Beamter.

Ein Notarztteam versorgte den Fahrer. Der 44-Jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Sana-Klinikum nach Hameln gefahren. Ein Bergungsunternehmen rückte mit Abschleppfahrzeugen an, um die nicht mehr fahrbereiten Wagen abzutransportieren.

„Das war fast schon klar, dass so etwas wieder passiert“, sagte ein Feuerwehrmann, der in der Nacht alarmiert wurde. Der Hachmühler, der unweit der Unfallstelle wohnt, erinnerte sich an Unfälle, bei dem ebenfalls geparkte Autos angefahren wurden. „Es wurden zum Beispiel Seitenspiegel abgefahren, wenn die Fahrer im letzten Moment noch rübergezogen sind“, bestätigte auch der stellvertretende Ortsbrandmeister Marcus Grabarits auf Nachfrage der NDZ. Einen solch heftigen Auffahrunfall habe es dort allerdings noch nicht gegeben.

Ein Unfallschwerpunkt bestehe daher an dieser Stelle nicht, teilte die Polizei mit. Das Parken auf den jeweils äußeren Fahrspuren der vierspurigen Straße sei „innerorts erlaubt und wird auch genutzt“.

„Ich verwehre mich dagegen, dort ein Parkverbotsschild aufzustellen“, findet auch Ortsbürgermeister Hartwig Möller, denn: „Wenn die Leute wegen der geparkten Autos die Spur wechseln, fahren sie dadurch meistens auch langsamer.“

Auch wenn der aktuelle Unfall wohl nicht auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist, kritisierten sowohl Möller als auch Grabarits, dass viele Autofahrer sich in Hachmühlen nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde halten würden. „Ich würde mir deshalb einen fest installierten Blitzautomaten am Ortsausgang Richtung Altenhagen I wünschen“, meinte der Ortsbürgermeister. „Natürlich würde das nicht allen gefallen, aber ich bin sicher, dass es insgesamt schon etwas bringen würde."

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