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Verfolgungsjagd durch Gestorf: Polizei weiter auf der Suche nach Audi-Fahrer

Eine wilde Verfolgungsjagd durch Gestorf sorgte vor einer Woche für Aufsehen. Der Fahrer des Audis, der der Polizei entwischte, ist immer noch auf der Flucht. Die Ermittler hoffen auf weitere Zeugenhinweise.

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Ein Mann war am Dienstag, 5. Juli,  gegen 15.30 Uhr mit einem weißen Audi A6  mit Ravensburger Kennzeichen (RV) auf der B3 aus Richtung Hildesheim kommend in Richtung Hannover unterwegs. Bei Schulenburg kam ihm ein Polizeiwagen entgegen, dessen Besatzung die unzulässige Beleuchtung an dem weißen Audi auffiel, der offenbar mit so genanntem US-Standlicht ausgestattet war. Das sind dauerleuchtende Blinklichter, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Die Beamten wendeten, um das Auto zu kontrollieren. Daraufhin flüchtete der Audifahrer und raste über den asphaltierten Feldweg bei Thiedenwiese Richtung Gestorf  - die Polizei nahm mit Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung des Mannes auf, der rücksichtslos Gas gab, sodass mehrere Fußgänger und Radfahrer auf dem Verbindungsweg ausweichen mussten.

Kollision in Gestorf mit einem Golf

In Gestorf wollte der Audifahrer an der Kreuzung Lindertsweg/Hannoversche Straße nach rechts in Richtung Hüpede abbiegen. Weil er zu schnell war, geriet er in den Gegenverkehr, der aus Hüpede kam und kollidierte mit dem VW Golf eines 70-jährigen Springers, der die Rechtskurve der Hannoversche Straße durchfahren wollte. Beide Autos blieben im Einmündungsbereich stehen. Der Streifenwagen, ein VW Passat, traf kurz darauf ein und hielt direkt hinter dem Audi. Als beide Polizeibeamte ausstiegen, setzte der Audi-Fahrer mit Vollgas zurück und rammte mit der hinteren linken Fahrzeugkante die vordere rechte Seite des Polizeiwagens.

Anschließend fuhr er wieder vorwärts über eine Wiese in Richtung Gestorf Ortsmitte. Erneut verfolgte die Polizei den nun beschädigten Audi durch die Ortsdurchfahrt und die Calenberger Straße bis zur B3-Kreuzung, bei der die Verfolgung ihren Anfang genommen hatte. Der Flüchtige überfuhr im Berufsverkehr das Rotlicht und bog nach links nach Hannover ab, bevor die Polizei aus Sicherheitsgründen die Verfolgung abbrach. Es sei so viel Verkehr auf der Bundesstraße gewesen, dass auch Unbeteiligte durch die Verfolgung gefährdet worden wären, sagte eine Polizeisprecherin.

Keine Verletzten, aber 17.000 Euro Sachschaden

Weitere Fahndungsmaßnahmen durch mehrere Streifenwagen blieben zunächst erfolglos. Gegen 20.05 Uhr fand die Polizei den abgestellten weißen Audi jedoch auf einem Hof in Koldingen und stellte ihn sicher. Von dem Fahrer fehlt bislang jede Spur.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover ermittelt gegen den Unbekannten wegen mehrfacher Straßenverkehrsgefährdung, Er fuhr in der Ortschaft teilweise über 100 km/h und nahm keine Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer, um vor der Polizei zu flüchten. Zudem wurden gegen ihn Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

Zwei Zeugen hatten sich nach der ersten Berichterstattung bei der Polizei gemeldet und angegeben, „dass sie es nur mit ganz viel Glück geschafft haben, auszuweichen“, so eine Sprecherin. Bei den beiden Zusammenstößen mit dem Golf und dem Polizeiwagen in Gestorf wurde niemand verletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 17.000 Euro.

Die Untersuchung des Audis habe keine Aufschlüsse darüber gegeben, warum der Fahrer die Flucht ergriffen hatte, so eine Sprecherin. 

Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover hofft nun auf weitere Zeugen, die Hinweise zu dem Flüchtigen geben können oder selbst betroffen sind:Telefon 0511/109-1888.

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