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Mit Tempo 180 über die B 217: Verdacht auf illegales Autorennen

HAMELN/HASPERDE/HACHMÜHLEN. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel der Polizei ein Autofahrer auf, der mit stark überhöhter Geschwindigkeit in Hameln sowie auf der Bundesstraße 217 unterwegs. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.

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Gegen 23.15 Uhr war der Mann aus Wennigsen auf der Pyrmonter Straße in Hameln deutlich zu schnell mit einem Nissan Qashqai unterwegs, als ihn Polizeibeamte entdeckten, die in einem Zivilfahrzeug auf der Gegenfahrbahn unterwegs waren. Als es die Möglichkeit zuließ, drehten sie und nahmen die Verfolgung auf.

Der 19-Jährige sei unbeirrt weiter in Richtung Innenstadt gebrettert. Dabei sei er nach Polizeiangaben rasant und riskant unterwegs gewesen. Der Fahrer erreichte dabei in Hameln selbst Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde. Er raste weiter in Richtung der B 217 und fuhr in Richtung Hannover. Dabei beschleunigte er seinen Wagen auf bis zu 180 Kilometer pro Stunde auf der Bundesstraße 217 – und das bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometer.

Führerschein des Wennigsers wird eingezogen

Die Beamten stoppten den Qashqai-Fahrer – allerdings erst nach einer gut zehn Kilometer langen Verfolgung von Hameln über die Bundesstraße. In Hachmühlen wurde der 19-Jährige schließlich angehalten. Laut Polizei habe sich zuvor keine sichere Anhaltemöglichkeit ergeben. Den Anhaltesignalen der zivilen Polizeibeamten sei der Fahrer aber nachgekommen, erklärt Kira Schrader, stellvertretende Pressesprecherin der Polizeiinspektion in Hameln. Der Fahrer wurde kontrolliert. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren aufgrund des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Zudem wurde sein Führerschein eingezogen. Der Nissan wurde nicht sichergestellt, erklärt Schrader auf Nachfrage, dieser sei aber auch nicht auf den Verkehrsrowdy zugelassen.

Auch wenn es sich nicht um ein klassisches illegales Straßenrennen zwischen zwei oder mehreren Fahrzeugen handelt, ist nach der Rechtslage doch von einem unerlaubten Kraftfahrzeugrennen die Rede. Möglich macht dies der Paragraf 315d des Strafgesetzbuchs. Danach fährt auch derjenige ein illegales Straßenrennen, der „sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“. Laut Polizei treffe dies auf den 19-Jährigen zu. „Eine derartige Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit bietet ein unvorhersehbares Gefahrenpotenzial und birgt eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmenden“, erklärt Schrader. Teilnehmer eines Kraftfahrzeugrennens müssen mit erheblichen Strafen rechnen. Nach dem Strafgesetzbuch sei eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe möglich. Wer „Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“, heißt es dort. mw

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