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Voll im Beruf – trotz chronischer Krankheit

Inklusion: Auch Arbeitgeber profitieren!

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Gelingt es einem Unternehmen, Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten in das Berufsleben zu integrieren, profitieren davon beide Seiten. Denn wer im Alltag mit Einschränkungen zu kämpfen hat, bringt häufig auch im Job innovative Denkansätze mit ein.

Noch immer kommt es vor, dass sich Menschen mit körperlichen Einschränkungen im beruflichen Umfeld ausgegrenzt fühlen und mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Diesem Missstand entgegenwirken möchten viele Unternehmen, indem sie sich aktiv für Inklusion einsetzen – also die gleichberechtigte Teilhabe der Betroffenen in der Gesellschaft. „Aber damit die gelingen kann, ist häufig ein Umdenken nötig“, sagt Antonia Karbe, Marketingdirektorin. „Denn die gesundheitliche Einschränkung eines Mitarbeiters wirkt sich nicht automatisch negativ auf seine Leistungsfähigkeit aus.“

Für Unternehmen zahlt sich erfolgreiche Inklusion doppelt aus. „Bei dem derzeitigen Mangel an Fachkräften in Deutschland können wir es uns nicht leisten, gut ausgebildete Mitarbeiter aufgrund ihrer chronischen Krankheiten vom Berufsleben auszuschließen“, sagt Karbe. Zudem sendet ein Arbeitgeber, der sich für Inklusion einsetzt, eine positive Botschaft nach außen: Er zeigt sich verantwortungsbewusst – und wirkt dadurch attraktiv im Hinblick auf qualifizierte Mitarbeiter.

Auch für gesunde Kollegen hat die Zusammenarbeit mit chronisch Kranken Vorteile. Das zeigt die aktuelle Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“. 70 Prozent der 1.000 Befragten waren der Ansicht, dass sich das Miteinander positiv auf die sozialen Kompetenzen der Firma auswirke. Über die Hälfte war zudem davon überzeugt, dass Inklusion den Ideenreichtum im Unternehmen fördere. „Menschen mit Behinderungen treffen im Alltag häufig auf Hindernisse, die gesunden Menschen fremd sind. Dadurch entwickeln sie ein Gespür für kreative Lösungsansätze, von denen das ganze Team profitieren kann.“

Moderne Hilfsmittel können chronisch Kranken den Berufsalltag stark erleichtern. Oft jedoch werden sie von ihrer Krankenkasse bei der Wahl der Produkte eingeschränkt – und bekommen nicht die Mittel erstattet, die für ihre individuelle Situation den besten Schutz bieten. Das führt häufig dazu, dass zum Beispiel Menschen mit Inkontinenz ihre Hilfsmittel aus eigener Tasche bezahlen müssen. „Auch hier bedarf es eines Umdenkens“, sagt Karbe. „Denn mit der richtigen Unterstützung müssen körperliche Einschränkungen im beruflichen Alltag kein Hindernis mehr sein.“(akz-o)

Gesundheitliche Einschränkung eines Mitarbeiters wirkt sich nicht automatisch negativ auf seine Leistungsfähigkeit aus.

Foto: Coloplast GmbH/akz-o

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