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Schulpräventologen können dazu beitragen, das Lernklima nachhaltig zu verbessern

Gefragte Kümmerer

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Wie kann man besser mit Stress umgehen? Wie kann man für ein besseres Lernklima sorgen und Belastungen verringern? Das sind nur einige der Themen, mit denen sich Schulpräventologen bei ihrer Arbeit beschäftigen. Sie stehen Lehrkräften wie auch Schülern und Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung und versuchen durch Veranstaltungen und Initiativen aller Art eine „Schule ohne Stress“ zu verwirklichen. Sie engagieren sich dafür, dass sich Schulen zu Lebens- und Lernwelten entwickeln, die gesundheitsförderlich sind.

Das Berufsbild des Schulpräventologen gibt es zwar erst seit einigen Jahren, doch die Gesundheitsexperten sind heute sehr gefragt. Denn kaum eine andere Berufsgruppe leidet so häufig unter chronischem Stress und psychischen Beeinträchtigungen wie Lehrer – und auch viele Schüler sind von psychosomatischen Beschwerden wie Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen betroffen. Eine Ausbildung zum Schulpräventologen wird seit 2011 als berufsbegleitende Zusatzqualifikation für Lehrkräfte, Pädagogen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Präventologen angeboten.

„Nur ein gesunder Lehrer kann einen guten Unterricht halten und die Schüler begeistern, sodass sie gerne lernen“, betont die Präventologin und ehemalige Schulleiterin Dorotheé Remmler-Bellen. Doch Schulen hätten sich mittlerweile immer häufiger zu Orten entwickelt, an denen nicht die Begeisterung, sondern der Stress dominiere. Wichtig sei es daher, so Remmler-Bellen, gemeinsam eine Atmosphäre zu fördern, die sich positiv auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller am Schulleben Beteiligten auswirke.

Als Kümmerer vor Ort kennt der Schulpräventologe die Schule und weiß, wo die Probleme liegen. Er organsiert Lehrerfortbildungen zu gesundheitsspezifischen Themen oder führt Workshops durch, bei denen Lehrer lernen, ihre eigene Arbeit wertzuschätzen, auch wenn nicht alle Schüler gute Noten haben.

„Schulpräventologen können beispielsweise auch Arbeitskreise zur sogenannten kollegialen Fallberatung in die Wege leiten, in denen sich die Pädagogen austauschen und gegenseitig unterstützen“, so Dorotheé Remmler-Bellen.

Schüler wiederum würden im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft lernen, wie man sich vor Schultests entspannen oder mit Konflikten besser umgehen kann.(djd).

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