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Friesische Klönschnack-Türen wieder im Trend

Klöntüren sind Kult

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Die Friesen und Norddeutschen sind die Weltmeister im „Klönen“ – was ungefähr so viel bedeutet wie „sich gemütlich unterhalten“. Typisch für das traditionelle Friesenhaus war die zweigeteilte Klöntür, die nach Belieben vollständig oder nur zur oberen Hälfte geöffnet werden konnte. So konnten Kinder und Haustiere nicht rauslaufen, die Luft konnte zirkulieren und man konnte sich bequem zum zwanglosen Plausch (plattdeutsch: „Klönschnack“) mit dem Nachbarn aus dem geöffneten Oberteil der Tür hinauslehnen und abstützen. So kam die Klöntür dann auch zu ihrem Namen.

Klöntüren sind heute wieder Kult. Nicht nur auf Sylt, wo man diese Türen in vielen Häusern findet. Die horizontal zweigeteilten Holztüren wirken heimelig-traditionell und praktisch-modern zugleich. Sie bestehen aus mindestens einem oberen und einem unteren Türflügel, die separat bewegt werden können. So kann der obere Flügel geöffnet werden, lässt Licht und frische Luft ins Haus. Zugleich bietet der geschlossene untere Türflügel Schutz. „Selbstverständlich entsprechen unsere neuen Klöntüren auch allen modernen bautechnischen Ansprüchen, etwa denen an die Wärmedämmung. Besondere Beschläge und Füllungen verhindern hier Energieverluste und Luftzug. Je nach Wunsch können in einen oder in beide Türflügel Fenster integriert werden, die auch bei geschlossener Tür viel Licht ins Haus lassen“, erläutert Unternehmer Theo Opgenorth, der sich schon von klein auf für Klöntüren interessierte und sich beruflich darauf spezialisierte.

Die Klöntüren werden nach klassischen Vorbildern und alten Handwerkstraditionen gefertigt. Dazu wird ausschließlich feinjähriges skandinavisches Kiefernkernholz verwendet. Feinjährige Kiefer ist härter als die mitteleuropäische Variante. Sie besitzt einen hohen Anteil an Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel an Harzen und Fetten, die dem Holz eine hohe Widerstandsfähigkeit verleihen. So verwundert es nicht, dass es lange Garantie auf die Klöntüren gibt.

Das beste Zeugnis für die Stabilität und Langlebigkeit dieses faszinierenden Materials legen die Stabkirchen in Schweden ab: Auch bei diesen 1000 Jahre alten Gebäuden wurde Kiefernkernholz verwendet. An vielen Fachwerkhäusern kann man außerdem sehen, dass Holztüren weit über 100 Jahre alt werden können.

Die Klöntüren verbinden Tradition und Moderne und eignen sich somit ideal für den Einsatz sowohl im Altbau als auch im Neubau. Sie sind in allen RAL-Farben erhältlich und können so dem individuellen Geschmack angepasst werden. Je nach Gusto können für den oberen und den unteren Türflügel außerdem unterschiedliche Füllungen gewählt werden. So fällt es leicht, persönliche Akzente zu setzen und die Tür optimal auf das Gesicht des Hauses abzustimmen.

Weitere Informationen gibt es bei den Fachleuten vor Ort.

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