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Die Rendite steigt mit dem eigenen Verbrauch: So rechnet sich Solarenergie

Die Sonne in der Leitung

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Anlagen mit großem Nutzen: Mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen lassen sich Strom und Wärme von der Sonne für das Haus nutzen. Für die Energiewende ist das wichtig. Aber rechnet sich die Investition auch für den Hausbesitzer? Ab circa 6000 Euro gibt es nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) eine komplett installierte Photovoltaikanlage. Diese waren lange ein gutes Geschäft, weil ihre Besitzer den Strom zu guten Preisen ins Netz einspeisen konnten. Die Vergütung wurde aber nach und nach stark gesenkt.

„In der Regel rechnen sich die Anlagen heute vor allem über den Eigenverbrauch an Strom“, erklärt Alexander Knebel von der Agentur für Erneuerbare Energien. Einer Rechnung des Marktforschungsinstituts EuPD Research zufolge steigt die Rendite bei den Anlagen abhängig vom Eigenverbrauch. Wenn etwa 15 Prozent des Solarstroms selbst genutzt werden, liegt die Rendite bei 2,9 Prozent. Bei 25 Prozent Verbrauchsquote steigt die Rendite auf 4,7 Prozent. Hausbesitzer sollten daher den Eigenverbrauch ausreizen, also etwa die Waschmaschine dann anschalten, wenn die Sonne scheint. Ohne einen Stromspeicher ist insgesamt eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 30 Prozent erreichbar, mit Batteriespeicher deutlich mehr.

Die Kosten einer Anlage zur Warmwasserbereitung liegen laut Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) bei circa 4000 bis 5000 Euro mit Flachkollektoren und 5000 bis 6000 Euro mit Röhrenkollektoren. Eine Anlage zur Heizungsunterstützung kostet 9000 bis 12 000 Euro. Auch die Heizung ist am günstigsten, wenn die Sonne scheint. „Aber im Frühjahr und Sommer wird die wenigste Heizenergie benötigt“, betont Martin Brandis, Energieberater beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Hausbesitzer müssen deshalb die Investition in eine Solarheizung gut abwägen. „Wenn der Wärmebedarf sehr hoch ist und es keine geeigneten Flächen für die Kollektoren gibt, macht es wenig Sinn.“ Ist das Haus so gut gedämmt, dass es nur einen geringen Wärmebedarf hat, könnte sich eine Anlage schon eher lohnen.

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