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So schätzen die Kassen den Zustand der Betroffenen ein

Wann ist man Pflegebedürftig?

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Wir Menschen werden immer älter. Folglich steigt auch immer mehr der Bedarf an Pflegekräften, wenn im Alter ein Mensch alltägliche Verrichtungen nicht mehr selbstständig durchführen kann. Wer eine Pflegeversicherung abgeschlossen hat, empfängt entsprechende Leistungen. Wie hoch diese sein werden, hängt von der Höhe der Pflegestufe ab. Doch zunächst ist ein Antrag an die Pflegekasse zu stellen, die über die Krankenkasse zu erreichen ist.

Die Antragsformulare sind auszufüllen und an die Kasse zurückzusenden. Je nachdem wo der Pflegebedürftige wohnt – im Heim, zu Hause oder im Krankenhaus – schickt die Pflegekasse eine Pflegefachkraft oder einen Arzt dorthin. Dabei ist es hilfreich, wenn der Pflegedienst sowie die zu pflegende Person bei der Begutachtung dabei sind. Wer auf Dauer die alltäglichen Dinge nicht mehr allein ausüben kann, gilt als pflegebedürftig. Vor allem betrachtet der Gutachter die körperliche Pflege wie tägliches Duschen und Waschen, Kämmen und Rasieren, die Zahnpflege sowie die Darm- und Blasenentleerung. Weiterhin geht es um die Nahrungsaufnahme. Kann die Nahrung noch selbstständig aufgenommen werden oder müssen mundgerechte Häppchen geschnitten werden. Nicht außer acht gelassen werden darf, ob der Pflegebedürftige sich selbstständig an- und ausziehen kann, alleine aufsteht und ins Bett geht, die Wohnung verlässt und auch wieder zurückkommt.

Ist die hauswirtschaftliche Versorgung immer noch möglich wie beispielsweise kochen, die Wohnung in Ordnung halten, die Kleidung wechseln und reinigen sowie das Haus zu heizen? Unter diesen Aspekten stellt der Gutachter den Grad der Pflegestufe fest. Mit dazu wird ebenfalls geklärt, inwiefern Angehörige unterstützend zur Seite stehen und ob Hilfsmittel benötigt werden, wobei der Hausarzt mit einbezogen ist. Dieser hat ausreichende Informationen über die Vorerkrankungen. lps/Mo

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