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Pflege von Angehörigen wirkt sich auf die Rente aus

Tipps für die Versicherung

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Wer Angehörige pflegt, steckt beruflich oft zurück oder gibt manchmal sogar seinen Beruf auf. Das wirkt sich auf die Höhe der Rente des Pflegenden aus. Damit für die Rente keine Nachteile entstehen, zahlt die Pflege-/Krankenkassen daher pflegenden Angehörigen die Rentenversicherungsbeiträge. Damit dies eintritt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So darf die Pflege nicht erwerbsmäßig ausgeübt werden.

Die Pflege des Angehörigen muss mindestens 14 Stunden pro Woche in häuslicher Umgebung erfolgen und das länger als zwei Monate im Kalenderjahr. Die Pflege muss zudem notwendig sein. Dies kann durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) festgestellt werden. Der Pflegebedürftige muss zudem berechtigt sein, Leistungen aus der sozialen oder privaten Pflegeversicherung zu erhalten.

Derjenige, der seinen Angehörigen pflegt, ist maximal 30 Stunden in der Woche erwerbsmäßig oder selbstständig beruflich aktiv. Außerdem muss der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthaltsort in Deutschland, im europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz sein.

Um zu erfahren, wie sich die Pflegeleistungen im Einzelfall auf die spätere Rente auswirken, sollte man sich rechtzeitig an eine Beratungsstelle der Krankenkasse, der Pflegekasse oder des Rentenversicherungsträgers wenden und sich ausführlich beraten lassen.

Die Pflegezeit wird dann als Beitragszeit gezählt und der Wartezeit angerechnet. Die Pflegekasse zahlt dann für den Pflegenden die Beiträge für die Rente ein. Der Pflegende zahlt nichts. Bei der Beitragsberechnung werden Verdienstmodelle zugrunde gelegt. Neben dem zeitlichen Einsatz wirkt sich auch die Pflegestufe auf die Höhe der Beiträge aus. Die Pflege kann auch mit einer anderen Person geteilt werden und wird dann anteilsmäßig berücksichtigt.lps/Sap.

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