weather-image
Morgen starten die Handballfreunde Springe in die Saison der 3. Liga Ost / Die Trainer dämpfen die Erwartungen

Das Unternehmen Wiederaufstieg beginnt

270_0900_11916_hf35_resized24.jpg

Autor:

VON JAN-ERIK BERTRAM

Sportlich haben sich die Springer für eine weitere Zweitliga-Saison qualifiziert. „Für die Konkurrenz sind wir damit natürlich der Favorit“, sagt Springes Co-Trainer Slava Gorpishin. Er und Chefcoach Oleg Kuleshov versuchen allerdings, die Erwartungen ein wenig zu dämpfen und der Mannschaft den Druck zu nehmen. Denn: „Wir haben wichtige Leute verloren“, so Gorpishin.

Besonders die Abgänge von Spielmacher Jannis Fauteck und Torwart Robert Wetzel wiegen schwer. Ersatz wurde zwar verpflichtet. Der neue Mittelmann Amer Zildzic ist aber noch nicht spielberechtigt (siehe Kasten) und Torwart Svebor Crnojevic ist erst seit einer Woche in Springe und braucht noch Zeit, um sich mit der Abwehr einzuspielen. Oben dabei sein in der 3. Liga wollen freilich auch die Trainer, „aber ich sehe uns nicht als Favoriten an“, sagt Kuleshov. „Wir sind noch nicht so weit wie in der vorigen Saison. Die neuen Spieler brauchen noch Zeit.“

Adäquat ersetzt wurden die Abgänge am Kreis. Der neue Abwehrchef und Kreisläufer Sebastian Preiß, Weltmeister von 2007, glänzt bislang nicht nur mit seinen früheren Erfolgen. „Er gibt immer 100 Prozent – egal, ob im Spiel oder im Training“, sagt Gorpishin. „Und er bringt sehr viel Erfahrung mit.“

270_0900_11917_spo_timotto.jpg
  • Lernwillig: Tim Otto. Der 19-Jährige kommt vom VfL Hameln.
270_0900_11918_spo_zildzic.jpg

Von der soll auch Gorpishins Sohn Sergej profitieren. Der russische U20-Nationalspieler kam von Eintracht Hildesheim. „Wir wollen ihn so schnell wie möglich zum Führungsspieler machen“, sagt Gorpishin senior.

Einen guten Eindruck hat in der Vorbereitung Tim Otto hinterlassen. Der 19-Jährige, in der vorigen Saison Topscorer des VfL Hameln in der Oberliga, ist vorerst allerdings alleine auf der Königsposition im linken Rückraum, da Maximilian Schüttemeyer die Mittelposition bekleidet, bis Zildzic spielberechigt ist. „Es ist ein Riesensprung von der Oberliga in die 3. Liga“, warnt Kuleshov vor zu großen Erwartungen. Und Gorpishin ergänzt: „Tim ist sehr lernwillig, als zweiter Mann neben einem erfahrenen Spieler könnte er sich super entwickeln.“

Die Kaderplanung bei den HF ist allerdings abgeschlossen. Als 14. Mann ist Eigengewächs Jakob Bormann dabei, der Spielpraxis vor allem in der zweiten Mannschaft und in der A-Jugend sammeln soll. Beim Drittligateam ist er als Entlastung auf Linksaußen eingeplant, zumal der neue Kapitän Fabian Hinz vorerst auch als Mittelmann aushelfen muss. Mit ihm als Spielmacher gewinnen die Springer an Variabilität: „Fabi ist kein Rückraum-Shooter. Er setzt die Halbpositionen und den Kreis mehr ein“, sagt Gorpishin.

Wo die Springer stehen, wissen sie vor dem Saisonstart noch nicht so richtig. „Wir haben in der Vorbereitung gezeigt, dass wir guten Handball spielen können“, sagt Kuleshov, „aber auch, dass wir schlechten Handball spielen können.“ Was der Trainer aber verspricht: „Dass wir in jedem Spiel kämpfen werden bis zum Umfallen.“

Genau so haben die Springer in der vorigen Rückrunde ihr Wunder geschafft. Und darauf dürfte es gleich zum Saisonstart wieder ankommen. Denn mit Elbflorenz kommt morgen (18 Uhr) der neben Springe und Großwallstadt vermeintliche Topfavorit der Staffel ins Schulzentrum Süd

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare