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Mehr als nur ein Warten auf den Tod

Das Sterbehospiz

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Das Sterben und den Tod drängen wir immer noch weit weg von uns. Sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, macht Angst und auch ratlos. Aber spätestens dann, wenn vielleicht die Großeltern oder die Eltern unheilbar krank sind, ist ein Sterbehospiz eine würdevolle Möglichkeit, den Todgeweihten liebevoll betreut zu wissen.

Unter der Bezeichnung Hospiz sind kleine Einrichtungen zu verstehen, in der nur wenige Gäste leben, ungefähr bis zu sechzehn. Dadurch entsteht eine familiäre und freundliche Atmosphäre. Ein fester Tagesablauf ist nicht vorgegeben, sondern alles richtet sich nach dem einzelnen Menschen. Festgesetzte Weck- und Essenszeiten entfallen. Der Gast kann also rund um die Uhr selbst entscheiden, wann er essen, aufstehen oder beispielsweise spazieren gehen möchte. So gesehen hat der Mensch in einem Hospiz ausgesprochen viel Freiraum und einen flexibel gestalteten Tagesablauf. Sogar die Zimmer können so weit wie möglich nach dem eigenen Geschmack eingerichtet werden. Je nach Absprache besteht sogar die Möglichkeit, ein Haustier mitzubringen und dort zu behalten.

Zu jeder Tageszeit kann Besuch empfangen werden, der im Hospiz ebenfalls übernachten darf. So genannte „ungesunde“ Angewohnheiten wie beispielsweise das Rauchen sind nicht verboten und sogar im Zimmer möglich. Ein todkranker Mensch wird in einem Hospiz regelrecht als Gast aufgenommen. Durch die Gastfreundschaft der Menschen dort genießt er den umfassenden Schutz sowie die Fürsorge des Hauses. Auf Wunsch werden die Angehörigen von Seelsorgern betreut. lps/Mo

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