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Jägerschaft geht an die Öffentlichkeit

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„Tue Gutes und rede darüber“ – dieser allgemeine Grundsatz der Öffentlichkeitsarbeit ist von der Jägerschaft lange Zeit vernachlässigt worden, wie man dort freimütig einräumt. Dies werde häufig deutlich, wenn in der Öffentlichkeit kritisch über das Thema Jagd diskutiert wird. Daran tragen Jäger mitunter aber auch aus einem anderen Grund Mitschuld. Viele von ihnen grenzen sich bewusst ab und hüllen sich über das, was in ihren Revieren passiert, in Schweigen. Außenstehende empfinden dies oft als elitär. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Teile der Bevölkerung den Jägern eher skeptisch gegenüberstanden und -stehen.

Die mit einer Öffnung verbundenen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren haben indes gezeigt, dass die Jägerschaft Springe mit ihrem Programm auf dem richtigen Weg ist. Die Angebote, sich in Kindergärten und Grundschulen während der Waldwochen einzubinden, haben großen Zuspruch gefunden, freut man sich im Vorstand.

Die jährliche Ferienpassaktion wird mit dem Programm „Reviergang mit dem Jäger“ von den Kindern sehr gut angenommen. Um Kinder und andere Interessierte an Wald und Natur heranzuführen, kommen unter anderem Präparate wild lebender Tiere zum Einsatz. Durch das Erfühlen verschiedener Gegenstände – wie Felle, Schwarten, Geweihe – und das Bestimmen von Bäumen und Früchten aus heimischen Revieren wird eine Verbindung zum Thema Wald geschaffen. So sollen vor allem Kindern Umweltbewusstsein und die Zusammenhänge in der Natur nahe gebracht werden. Wichtige Informationen, etwa über die von Zecken und Fuchsbandwurm ausgehenden Gefahren, werden ebenfalls vermittelt. Mit dem eigens angeschafften Info-Mobil hat die Jägerschaft Springe nun nach eigener Einschätzung die Möglichkeit, noch kompakter und effektiver öffentlich aufzutreten.

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