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Bei Schnee und Eis ist Autofahren kein Vergnügen

Wann sich Allradantrieb lohnt

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Weißer Schnee und blauer Himmel – über so ein Wetter freuen sich die meisten Menschen im Winter. Vor allem, wer gerade im Skiurlaub ist, wird gegen eine geschlossene Schneedecke kaum etwas einzuwenden haben. Ganz anders sieht das aus, wenn man im Auto sitzt. Denn dann machen Schnee und Eis die Fahrt schnell zur Rutschpartie.

Das größte Problem ist die Traktion. „Der Reibwert liegt bei trockener Fahrbahn in etwa bei 0,8 Mü“, erklärt Hans-Ulrich Sander vom Tüv Rheinland. „Bei Eis liegt er nur bei etwa 0,2 Mü“ Das heißt: Der Reifen kann nur noch wenig Kraft übertragen. Besonders schnell merken das Fahrer von Autos mit Heckantrieb. Im Vergleich zu Fronttrieblern lastet hier vergleichsweise wenig Gewicht auf der Achse. Die Folge: Die Räder drehen auf der glatten Fahrbahn noch schneller durch. „Früher haben Besitzer deshalb im Winter oft Sandsäcke in den Kofferraum gelegt“, erzählt Hubert Paulus vom ADAC.

Das ist bei modernen Autos mit Heckantrieb aufgrund einer besseren Gewichtsverteilung in der Regel nicht mehr nötig. Doch wer in der kalten Jahreszeit auf Nummer sicher gehen will, sollte besser auf Allradantrieb setzen. „Das kann im Winter echte Vorteile haben“, erklärt Sander. Denn vier Reifen bringen mehr Kraft auf die Straße als es zwei angetriebene Räder können. „Auch einen Berg kommen Sie im Winter mit so einem Fahrzeug viel schneller rauf“, erklärt Paulus. Und bei zügigen Kurvenfahrten kommt ein 4x4-Auto ebenfalls oft besser voran.

Einen Vorteil, den offenbar auch immer mehr Autofahrer zu schätzen wissen. Geländewagen und SUVs, die traditionell mit Allradantrieben ausgestattet sind, liegen in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) über die Neuzulassungen in der Regel vorne. Allein im Oktober kamen beide Segmente zusammen auf einen Anteil von 19 Prozent. Nur Autos der Kompaktklasse verkauften sich mit einem Anteil von rund 27 Prozent noch besser.

„Einige Autofahrer kaufen aber keinen SUV, weil sie Allradantrieb wollen“, sagt Tüv-Experte Sander. „Entscheidend sind für sie die hohe Sitzposition und die damit verbundene gute Sicht und das bessere Sicherheitsgefühl.“ Daher werden viele SUVs auch ohne 4x4-Technik verkauft.

Käufer sollten sich genau überlegen, ob sie einen Allradantrieb brauchen. „Allrad ist immer von Vorteil, wenn Sie schwere Lasten ziehen wollen, zum Beispiel einen Wohnwagen, ein Boots- oder einen Pferdeanhänger“, erläutert Paulus. Auch wer in den Bergen wohnt, kommt damit oft besser zurecht. Ein Geländewagen ist dafür keine Voraussetzung. Denn jeder Hersteller bietet zumindest für einen Teil seiner Modelle auch einen 4x4-Antrieb. Manche Hersteller haben sogar für fast alle Modelle eine Allradvariante im Programm.

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