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Zwischen korrekt und korrupt liegt oft nur ein schmaler Grat

Hameln (ni). Herbert Piepenschneider ist seit 2005 offizieller Beauftragter für Korruptionsfragen in der Hamelner Stadtverwaltung. Mit spektakulären Skandalen hat in dieser Zeit noch nicht zu tun gehabt, mit dem einen oder anderen Fehlverhalten aber schon.

In einem Fall verzichtete ein Kunde an einer Barkasse im Rathaus auf die Herausgabe des Wechselgeldes und spendierte den Kleckerbetrag "für die Kaffeekasse". Das hätte nicht sein dürfen, den die Annahme von Bargeld ist Amtsträgern grundsätzlich verboten. In einem anderen Fall bestellte ein Mitarbeiter der Verwaltung auf Kosten der Stadt ein Gerät aus dem Bereich Unterhaltungselektronik, um sich anschließend zuhause daran zu erfreuen. Er folg auf und verlor seinen Arbeitsplatz.

Anhand einer Reihe von Beispielen aus seinem Arbeitsalltag macht Piepenschneider aber auch deutlich, dass der Grat zwischen korrupt und korrekt oft nur sehr schmal ist und erklärt, warum eine Mitarbeiterin zwar einen Blumenstrauß annehmen darf, eine andere aber einen Pralinenkasten ablehnen muss.

 

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