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Vorschüler des Kindergartens besuchen Rehazentrum / Geschmackstest mit Melone, Ananas, Banane

Zwischen Kältekammer und Hydro-Jet-Massage

Bad Eilsen/Heeßen (sig). Der Kindergarten der Samtgemeinde in Heeßen nimmt seine neue zusätzliche Aufgabe ernst, angehende Abc-Schützen intensiv auf die Schule und damit zugleich auf den nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten. Das zeigt eines der Themen, dem sich die Erzieherinnen und die Vorschüler widmeten. Es lautet: "Ich und mein Körper."

Kletterwände locken nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen an- w

Was lag da näher, als Kontakt zum benachbarten Rehazentrum in Bad Eilsen aufzunehmen. Dort steht die Aufgabe im Vordergrund, erkrankten Menschen zu helfen, wieder zu gesunden und ohne fremde Hilfe das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Vielfach geht es außerdem darum, sie wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Deshalb lohnte es sich, einmal einen Blick auf das zu werfen, was im Rehazentrum an medizinischen und physikalischen Möglichkeiten geboten wird. Gesagt, getan. Die Jungen und Mädchen begaben sich an zwei Tagen in Begleitung ihrer Erzieherinnen Annette Finster und Angelika Meier zum Hallenbad und von dort unter sachkundiger Führung zu einigen modernen Einrichtungen des Rehazentrums. Eine besondere Attraktion war die Kältekammer. Mit Mundschutz, Mütze und Handschuhen ausgestattet, wagten die Kinder einen kurzen Aufenthalt im Vorraum, in dem immerhin schon eine Minustemperatur von 44 Grad herrscht. "Brrr, ist das da kalt drin", meinte ein Mädchen und verfolgte interessiert den Weg der eisigen Luftschwaden, dieaus der geöffneten Tür nach draußen drangen. Dass die Kältetherapie bei mancherlei Krankheitsformen eine Erfolg versprechende Behandlung ist, nahmen die jungen Gäste durchaus aufmerksam zur Kenntnis. Wesentlich mildere Temperaturen herrschen in dem Raum, in dem Patienten auf "Hydro-Jet-Liegen" eine Ganzkörpermassage mit warmen Wasserstrahlen verabreicht wird. Da kann man sich entspannt fallen lassen und richtig relaxen, ohne dabei nass zu werden. Kein Wunder, dass die Vorschüler am liebsten den Rest des Tages dort verbracht hätten. Aber schließlich warteten ja noch andere Aufgaben und Eindrücke auf die Kinderschar. Zum Beispiel eine Kletterwand in Raumhöhe, umlagert mit weichen Matten. Sie zu ersteigen, war kein Problem für die springlebendige Schar. Wenn's irgendwo haperte, reckten sich viele helfende Hände. Dass die Beweglichkeitin diesen jungen Jahren noch nicht zu wünschen übrig lässt, registrierten ältere Zuschauer mit Wehmut. Das war bei ihnen eben früher auch mal anders ... Nach einem Fitnesstest auf dem Laufrad, das auf langsames Gehen eingestellt worden war, landete die Gästeschar in der Diätküche. Nachdem vorher Sportlehrer Martin Breitenbach die Gruppe betreut hatte, übernahm diese Aufgabe Ernährungsexpertin Angelika Sander. Sie las zur Einstimmung das Märchen von einem Mädchen vor, das sich im Schlaraffenland den Magen vollgeschlagen hatte. Die Folge waren schlimme Bauch- und Zahnschmerzen. Erfreulicherweise blieb das Geschehen nur ein Traum - allerdings mit einem nachdenkenswerten Hintergrund. Der Besuch im Rehazentrum endete mit einem nahrhaften Geschmackstest. Die Kinder mussten mit geschlossenen Augen erraten, welche Obststücke sie gerade in den Mund gesteckt bekamen. Und siehe da: Nahezu alle sagten in der richtigen Reihenfolge, dass es sich um Melone, Ananas und Banane handelte.

Startklar für den den Gang in die Kältekammer: Sportlehrer Marti
  • Startklar für den den Gang in die Kältekammer: Sportlehrer Martin Breitenbach hat ein wachsames Auge auf die Kinder.
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