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Die Hausaufgabenhilfe an der Grundschule Kleinenbremen wird fest jetzt etabliert

Zwei sollen 20 bei den Schularbeiten helfen

Kleinenbremen (ly). Der Probelauf ist geglückt: Nach einem Schulhalbjahr wird die neue Hausaufgabenhilfe an der Grundschule Kleinenbremen jetzt fest etabliert. Ein Jahr lang hatte Schulleiterin Ute Gösch nach ehrenamtlichen Helfern gesucht. Das Ergebnis fiel mager aus: lediglich ein pensionierter Lehrer meldete sich. Dann habe die Stadt Porta Westfalica nachgefragt, ob Bedarf an Hartz-IV-Kräften bestehe. Das traf sich gut.

Rasch entwickelte die Lehrerkonferenz ein Konzept für die kostenlose Hausaufgabenhilfe, die Schulpflegschaft gab ihren Segen dazu, bevor die Schulkonferenz es verabschiedete. Seit August 2005 nun kümmern sich Tonja Ochsenhirt und Britta Hildebrandt darum, dass die Jungen und Mädchen ihre Hausaufgaben ordentlich machen. Die beiden Schulassistentinnen sind ausgebildete Erzieherinnen. Sie werden bis zu den Sommerferien als Arbeitslose jeweils 20 Stunden pro Woche beschäftigt. Hinter der Maßnahme stehen die Pro Arbeit GmbH sowie als Träger die Mindener Initiative für Arbeit und Schule (Ifas). Damit ist Kleinenbremen zumindest bei den Portaner Grundschulen Vorreiter in Sachen Schulassistenten. Weitere zehn werden an der Gesamtschule in Lerbeck beschäftigt. "Die Hausaufgabenhilfe ersetzt keinen Nachhilfeunterricht", betont Ute Gösch. "Und Schulassistenten übernehmen auch nicht die Aufgaben von Lehrern." Mit in den Unterricht gehen die zwei Frauen trotzdem, um sich damit vertraut zu machen. Die Hausaufgabenhilfe läuft unabhängig von der Betreuung, die ebenfalls bis 14 Uhr dauert. Verfolgt werden vor allem zwei Ziele: Erstens sollen die zurzeit 20 Kinder Strukturen in ihren Tagesablauf bekommen, zweitens einen festen Ort haben, wo sie Schularbeiten machen. Gleichzeitig dürfen sich die Lehrer über Entlastung freuen, weil Hausaufgabenhilfe von ihnen allein im normalen Schulalltag nicht zu bewältigen sei, so Gösch. Dass das Angebot in Kleinenbremen zur dauerhaften Einrichtung wird, steht für die Schulleiterin außer Frage: "Der Beschluss kommt mit Sicherheit. Unsere Erfahrungen sind rundum positiv." Bereits jetzt ist der nächste Schritt geplant: ein zweites Frühstück mit Brötchen für die Kinder. Was dafür noch fehlt, sind Sponsoren.

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