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Junger Verein feiert zum Geburtstag rauschendes Fest / Ralf Möller im Stechen knapp vorn

Zum Jubiläum wird der Schützenchef fast König

Buchholz (sig). Da war sie wieder - die ganze Schützenfest-Herrlichkeit vergangener Jahre: grün-weiße Fahnen, Girlanden, Spielmannszüge, Männer und Frauen mit Schärpen und vielen Orden sowie glitzernden Ketten als Zeichen frisch erworbener Würden und vor allem ein dreitägiges Zeltfest mit allem Drum und Dran, wie es immer seltener zu werden droht. Die Buchholzer Schützengilde feierte ihr erstes größeres Jubiläum - mit 25 Jahren zwar erst ein silbernes, das aber ein goldenes Prädikat verdiente.

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Der im März 1981 im Dorfgemeinschaftshaus gegründete Verein ist zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, die aus dem Dorfleben einfach nicht mehr wegzudenken ist. Schon der Start war gut gelungen. Gleich 35 Versammlungsteilnehmer unterschrieben spontan im Beisein des damaligen Präsidenten des Kreisschützenverbandes, Heinz-Werner Wildhagen, die Aufnahmeerklärung. Der Schießbetrieb wurde im Saal des einstigen Gasthauses "Auetal" aufgenommen. Ein gebrauchtes Gewehr und eine einzige Anlage waren das Startkapital. Der Vermieter unterstützte den Verein nach Kräften. Die Schützengilde musste weder Miete noch irgendwelche Stromkosten entrichten. Trotz dieses Entgegenkommens reifte 1986 der Wunsch, ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben. Erster Ideengeber war Dietmar Behling. Vom Vorsitzenden Heinz Meier war zu erfahren, dass man damals unter anderem viele Ankaufmöglichkeiten überlegte. Die Schützengilde besitzt sogar noch heute eine Option auf den alten Buchholzer Bahnhof, den es inzwischen gar nicht mehr gibt. Das schließlich von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Gelände lag im Landschaftsschutzgebiet. Deshalb mussten auch hier hohe Hürden überwunden werden. Eine ausreichende finanzielle Grundlage war auch noch nicht vorhanden. Die Gemeinde griff deshalb tief in die eigene Tasche, und die Mitglieder brachten sich mit einer bravourösen Eigenleistung ein. Nach neun Monaten Bauzeit und über 10 000 Arbeitsstunden war das Werk vollendet. 1987 endete die Gastrolle im Gasthof "Auetal". Das nächste größere Fest war das zehnjährige Bestehen, bei dem 1991 im Schützenhaus auch gleich eine eigene Fahne eingeweiht wurde. Zu den Besonderheiten dieses Vereins gehört die Tatsache, dass es in den vergangenen 25 Jahren nur einen Vorsitzenden gab. Heinz Meier hat nicht nur schießsportlicheQualitäten, sondern er führt den Verein auch mit großer Umsicht und sorgt dafür, dass die Schützengilde eine maßgebliche Rolle im gesellschaftlichen Leben des Ortes spielt. Um Haaresbreite wäre der Schützenchef im Jubiläumsjahr sogar König geworden. Hauchdünn musste er diese Würde Ralf Möller überlassen, der beim Stechen um einen Ring besser war. Die Rolle des zweiten Ritters übernahm Thomas Vohr. Königin wurde Hannelore Rohm vor Brigitte Hanke und Gisela Ötting. Der neue Jugendkönig heißt Daniel Bölsing. Er siegte vor Dominik Schäfer und Marcel Dehnst. Kristin Brehmeier wurde Jugendkönigin. Die Proklamation der frisch gebackenen Würdenträger nahm der Schützenchef während des Umzuges vor.

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