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Unser Wetterfrosch prophezeit: "Berechtigte Hoffnung auf schönes Badewetter im August"

Zum Ferienstart: Sommer erneut auf Talfahrt

Landkreis. Der Sommer, der so vielversprechend begann, kommt seit Wochen aus dem Tief nicht heraus. Und daran wird sich trotz der vergangenen kurzen Hitzeperiode zunächst auch wenig ändern. Der Grund: Nach wie vor ist die Atmosphäre über dem Nordatlantik von einer starken Westwindströmung geprägt, mit der immer wieder Regengebiete und kühle Luft nach Mitteleuropa gelenkt werden, was wir am ersten Ferienwochenende schon wieder zu spüren bekommen.

Badefreuden im Rintelner Weserangerbad? Der restliche Juli wird

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Dass der Sommer bislang so unfreundlich verlief, ist kein Wunder. Denn selten war der für die Güte des Hochsommers so wichtige Siebenschläfer-Zeitraum vom 27. Juni (alter Termin) bis 7. Juli (neuer Termin nach der gregorianischen Kalenderumstellung) derart unbeständig und kühl. Nach der in zwei von drei Jahren grob zutreffenden Bauernregel, wonach auf einen verregneten Siebenschläfer noch sieben Wochen mit Regen (meist weniger) folgen, sieht es zumindest für den Rest-Juli schlecht aus. Das lassen auch alle mittelfristigen Prognosen der Wetterdienste erkennen. Erst für Anfang August deuten sie eine Rückkehr des Hochsommers an. Auch die Wetterstatistik macht uns da durchaus Hoffnung. Sieben Wochen mit durchweg schlechtem Wetter, also bis Mitte August, sind extrem selten. Meistens ist mit dem Wetterfrust "schon" nach vier bis fünf Wochen Schluss, so dass wir mit gutem Grund auf einen überdurchschnittlich warmen und sonnigen August hoffen können. Aber keine Regel ohne Ausnahme: In den vielen für Norddeutschland durchaus üblichen regenreichen Julimonaten gab es seit 1980 nur das Jahr 1993, in dem sich die Prophezeiungen der Bauern voll erfüllten. Damals brachten es Juli und August im Schaumburger Land zusammen auf nur neun Sommertage (25 Grad und mehr), fünf im Juli und vier im August. Den absolut schlechtesten Juli erlebten wir im Jahr 2000, der in Hameln lediglich einen und in Bückeburg gar keinen Sommertag hatte. Das voraussichtliche Ferienwetter bis Ende August: Wer im Juli in heimischen Gefilden Urlaub macht, hat schlechte Karten. Regen, viel Wind und kühle Temperaturen mit nur vereinzelten Sommertagen werden uns wohl bis zum Monatsende erhalten bleiben. Mit den Hundstagen Anfang August kommt dann der Sommer in Fahrt. Sonne satt und Hitze, teilweise über 30 Grad, sind besonders in der ersten Augustwoche zu erwarten. Erfrischende Gewittergüsse bringen nur eine vorübergehende Abkühlung. Jahreszeitlich bedingt wird es dann allmählich kühler und gegen Mitte August auch wechselhafter. Dabei bleibt die sonnig-warme Grundstimmung aber erhalten, wofür immer neue Ableger des Azorenhochs bis etwa 20. August sorgen. Danach ist Zeit für den ersten Herbststurm, bevor sich zum Monatswechsel der Spätsommer ankündigt.

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