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Chorkonzert: Männergesangverein und "Chorale du carroi" stoßen in der St.-Josef-Kirche auf ein großes Echo

Zum Abschluss singen alle die Freundschafts-Hymne

Obernkirchen. Einem inspiriert gebrachten geistlichen und weltlichen Chorkonzert anlässlich der 40-jährigen Partnerschaft zwischen den Städten La Flèche und Obernkirchen hat am Sonnabend die katholische St.-Josef-Kirche den würdigen Rahmen verliehen.

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Autor:

Dietlind Beinssen

Interpreten waren der Männergesangverein von 1870 Obernkirchen und der "Chorale du carroi". Diese Gemeinschaften verbindet eine nunmehr 30-jährige "Jumelage". Stefan Fitzke und dessen stattliche Sängergarde eröffneten den Abend musikalisch ausgewogen mit Silchers "Jauchzet dem Herrn" und van Beethovens "Gott, Deine Güte", um sich danach mit Elan dem Maien, drei Wanderern und der Schubert-Vertonung "O, wie schön ist Deine Welt" zu widmen. Doch dann beanspruchten die in gemischter Formation auftretenden Gäste sowie deren emsige Streichergruppe die ganze Aufmerksamkeit des in Scharen herbeigeströmten - vorwiegend älteren - Publikums. Der besonders lebendige Darbietungsstil und die etwas andersartige Melodienführung muteten zunächst ein wenig fremd, doch gleichzeitig sehr eingängig an. Welche Dynamik und Inbrunst Dirigent André Duchemin bei den Sängerinnen und Sängern zu entfalten vermochte, stand indes schnell fest. Denn unterschiedlich changierte Stücke von Schubert, Bortnianski ("To be poem"),Fauré, Purcel, Rossini ("Toast pour le nouvel an") sowie die nicht wie üblich gespielte, sondern vergnüglich gesungene "Kleine Nachtmusik" und ein Spiritual erlaubten dem großen Team, auf einer reich gestuften dynamischen Skala zu gleiten und wohlpräparierte Stimmen vorzuführen. Nach einer Verschnaufpause fand unter alternierender Leitung ein so engagiertes Zusammenwirken beider Ensembles und der Instrumentalisten statt, dass Beifall und stehende Ovationen gar kein Ende nehmen wollten. Mit erstaunlicher Klarheit, kraftvollen Organen und beachtenswerter Ausdrucksgestaltung präsentierten Einheimische und Gäste den Anwesenden einen Querschnitt von deutsch oder französisch vorgetragenen Werken, die einfach Bewunderung finden mussten. Denn es gab wohl niemanden, der sich von "Lasst uns alle fröhlich singen", Schillers "Ode an die Freude" oder der Freundschafts-Ballade nicht hat hinreißen lassen. Viele mischten beim letztgenannten Titel und dem Extrabeitrag "Kein schöner Land" sogar kräftig mit. Ein fröhlicher Heimweg konnte da nicht ausbleiben. Sehr schön.

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