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Ausschussthemen: "Eigenverantwortliche Schule" und "Zu Fuß zur Schule" / Doris Vogt verabschiedet

"Zufußgängerquote" von 70 auf 87 Prozent gesteigert

Bückeburg (bus). Die Mitglieder des Schulausschusses haben jetzt in Erfahrung bringen können, was den Lesern der Landes-Zeitung schon seit mehreren Wochen bekannt ist. Das im Gymnasium Adolfinum tagende Ratsgremium behandelte während seiner jüngsten Sitzung das Thema "Eigenverantwortliche Schule" und die Aktion "Zu Fuß zur Schule" (wir berichteten). Thorwald Hey, der dem Ausschuss vorsitzt, nutzte die Zusammenkunft, um Marienschul-Leiterin Doris Vogt zu verabschieden.

Thorwald Hey verabschiedet Doris Vogt, die langjährige Leiterin

Bei der von Adolfinum-Rektor Heinz-Ulrich Gosemann vorgestellten "Eigenverantwortlichen Schule", die in der Sitzungseinladung kurioserweise als "Eigenständige" Schule firmiert und die in unserer Zeitung derzeit in einer Serie en détail erläutert wird, geht es hauptsächlich darum, das schulische Lernen konsequent anüberprüfbar zu erwerbenden Kompetenzen der Schülerschaft auszurichten, in allen Schulen die Erreichung der vorgegebenen Ziele regelmäßig zu überprüfen und damit eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten und dass die Schulen vor dem Hintergrund staatlich verantworteter Definition der Bildungsziele und staatlicher Erfolgskontrolle erheblich erweiterte Freiräume für die Organisation des Lernens und die Verbesserung der Qualität bekommen. Zudem erhält die schulinterne Organisation ein verändertes Gesicht. Neben die Gesamtkonferenz tritt ein Schulvorstand, dem wesentliche Befugnisse im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung zukommen. Mit dem Vorstand sollen insbesondere große Schulen mit stark besetzten Gesamtkonferenzen (Mitgliederzahl imAdolfinum aktuell: 148) ein schnelles und dynamisches Organ (Mitglieder am Bückeburger Gymnasium: 16) erhalten, in dem vor allem Eltern- und Schülerschaft stärker als bisher in die Willensbildung einbezogen werden. "Zu Fuß zur Schule", präsentiert von Diemut Stoewer, ist eine Gemeinschaftsaktion von vier Bundesministerien und dem Verein "Fuß e. V.". An dem Mobilitätsprojekt, das auf die Erhöhung von Fitness, Aufmerksamkeit und Selbstständigkeit der Schülerschaft abzielt, beteiligt sich in Bückeburg die Grundschule Im Petzer Feld. Die von Stoewer vorgetragene Statistik (Zunahme der "Zufußgänger" von 70 auf 87 Prozent) untermauerten den Erfolg der Initiative. Mit der Aktion bewarb sich die Grundschule, der bereits der Status einer Kooperationsschule zuerkannt wurde, als Umweltschule bei der Bundesländerkommission. Während der Verabschiedung von Doris Vogt rief Hey das große Engagement der seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Schuldienst tätigen Pädagogin in Erinnerung. Speziell ihrem Wirken an der Marienschule, deren Leitung in den vergangenen fünf Jahren in ihren Händen lag, komme ein hoher Stellenwert zu. Hey: "Sie haben sich um ihre Schüler sehr verdient gemacht."

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