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Zoff beim Schützenverein Hameln

Schützen Hameln

Hameln (CK). Nach Jahren der Agonie ist das traditionelle Hamelner Schützenfest seit einigen Jahren wieder fester Bestandteil im Terminkalender der heimischen Vereine. Und doch im kommenden Jahr möglicherweise schon wieder zum Scheitern verurteilt, jedenfalls am Stockhof.

Grund: Der Schützenverein Hameln schert möglicherweise aus den Planungen der Schützengemeinschaft, zu der auch die Schützengilde, der Deutsche Schützenverein und der Post SV gehören, und macht dann „sein eigenes Ding“ – am Klüt. Das Vereinshaus am Klüt gehört dem Schützenverein Hameln, und das ist offenbar auch der Grund für den angepeilten Ortswechsel. Denn so ein Fest kostet, und zwar nicht zu knapp.

Der Versuch, bei den eigenen Mitgliedern Geld lockerzumachen, scheint vorerst noch nicht von Erfolg gekrönt zu sein. Zwar hatte der 130 Mitglieder starke Verein bereits 2003 beschlossen, Jahr für Jahr ab 2004 zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag von jedem einzelnen zehn Euro zur Finanzierung dieses Festes einzuziehen, doch hat der Schatzmeister das wohl übersehen. Umso wichtiger sind Sponsoren, die bei der Finanzierung der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr helfen, weiß auch die noch relativ neue Oberschützenmeisterin Beatrix Baum-Jansen. Helmut Bernhardt, langjähriger Obermeister des Schützenvereins Hameln meint, die Stadt Hameln könne den Schützen entgegenkommen. „In Langenhagen etwa übernimmt die Stadt Druck- und Portokosten für die Broschüre zum dortigen Schützenfest“, sagt er. Ratsherr Rudolf Pernath (FDP) jedoch verteidigt die Zurückhaltung in Sachen finanzieller Unterstützung: „Die Stadt war und ist immer dafür, dass hier ein Schützenfest stattfindet. Ihre finanzielle Lage aber ist gerade jetzt nicht gut, sie tut im Rahmen ihrer Möglichkeit, was sie kann.“

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