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In diesem Jahr wird endlich mit der Sanierung des Spielplatzes "Weidkamp" begonnen

Ziel: Ein unverwechselbarer Platz-Charakter

Vehlen (rnk). Lange genug gewartet habe man ja, war sich der Ortsrat einig: In diesem Jahr soll endlich mit der Sanierung des Spielplatzes Weidkamp begonnen werden.

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Stadtjugendpfleger Erhard Vinke hatte Mühe, dem Ortsrat zu vermitteln, dass eine Sanierung innerhalb weniger Wochen nicht zu machen sei. Dass sie notwendig sei, daran zweifelte beim Ortstermin niemand: Viele Geräte sind veraltet oder müssten ausgetauscht werden, außerdem sollte der Spielplatz von vorn bis hinten neu strukturiert werden; bislang vermitteln die aufgestellten Geräte eine große Beliebigkeit - ein paar hier, ein paar dort. Zentrales Element des neuen Spielplatzes sollte ein Großspielgerät sein, schlug Vinke vor, ähnlich wie auf den bereits sanierten Spielplätzen sollte es ein Gerät mit einem unverwechselbaren Charakter sein: "Ein Spielgerät, das es dann nur in Vehlen gibt." An den nötigen finanziellen Mitteln werde es nicht scheitern, betonte Vinke im Beisein des Stadtkämmerers Wolfgang Seele: Notfalls werde das Geld - 20 000 Euro - außerplanmäßig zur Verfügung gestellt. Die Sanierung müsse nicht in einem Jahr durchgezogen werden, erklärte Vinke und sprach von einer notwendigen Vorlaufzeit: "Planung ist das eine, die Umsetzung das andere." Christoph Schuster schlug vor, sowohl Eltern als auch die Kinder in die Planung für den Spielplatz mit einzubinden. Gute Idee, meinte Vinke, in Gelldorf habe sich das damals bestens bewährt, sogar ein Modell hätten Eltern und Kids vorher gebaut. Am 5. Juli feiert die SPD ihr Sommerfest, dann sollen Vorschläge erarbeitet werden. Eine Arbeitsgruppe rund um Vinke wird sich damit befassen. Als Vorgabe nannte Vinke zwei Kriterien: "Bespielbar und attraktiv" solle der neue Spielplatz sein. Ein anderes Thema wurde vor der Sitzung angesprochen. Immer mehr auswärtige Erwachsene nutzten den recht idyllischen Spielplatz. Daher sollte doch über eine Gebühr nachgedacht werden, empfahl Ernst Völkening. Bislang, so erwiderte Vinke, sei die Nutzung der Obernkirchener Spielplätze umsonst, nur Krainhagen bilde eine Ausnahme. Da es dort eine Toilettenanlage gebe, werde für die Reinigung eine kleine Gebühr erhoben. Das mochte Völkening nicht glauben: Schließlich müsse die SPD Vehlen für ihr Sommerfest auf dem Spielplatz 36 Euro Gebühr zahlen. Sei sie vielleicht fälschlich erhoben worden, wenn die Nutzung doch generell kostenlos sei? Völkening: "Wenn wir die zurückfordern, kommt der Haushalt aber richtig ins Schlingern." Die Stadt kann aber aufatmen: Wie sich herausstellte, wird die Gebühr für die Erteilung der Schankerlaubnis fällig. Wegen der erwachsenen Besucher, die auf dem Spielplatz nichts zu suchen haben, möchte der Ortsrat jetzt ein Schild aufgestellt sehen, auf dem klar auf die Regeln hingewiesen wird. Zwar steht schon ein Schild mit dem Hinweis, dass hier nur Kinder spielen dürften, am Eingang: Aber das ist von Baumästen verdeckt, außerdem hat der Spielplatz mehrere Eingänge. Das neue Schild wird so aufgebaut, dass es gut sichtbar ist - von überall her. Und ein paar Sitzbänke, die wären auch schön.

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