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Zehn Monate Haft für Wild-West Schützen

Bückeburg. Gezielt hat der Heckenschütze von der Langen Straße offenbar nicht auf Fußgänger geschossen. Er habe jedoch, so Richter Armin Böhm, „billigend in Kauf genommen, dass jemand getroffen wird".

Und dafür bezahlt der 27-Jährige jetzt mit seiner Freiheit: Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Bückeburg Amtsgericht den wiederholt vorbestraften Mann  zu zehn Monaten Haft verurteilt - ohne Bewährung. In Wildwest-Manier hatte der Täter am helllichten Tag mit einem Luftgewehr aus dem Fenster einer Wohnung an der oberen Langen Straße geschossen, wo er zu Besuch war. Das Projektil traf einen Bückeburger (49), der auf der gegenüber liegenden Straßenseite ging, von hinten in die Schulter und verletzte den Mann eher leicht. Vor Gericht hatte der Angeklagte behauptet, er sei an jenem 11. August 2010 mit dem Gewehr in der Hand gestolpert. Dadurch habe sich ein Schuss gelöst. Richter Böhm verwies diese Darstellung ins Reich der Fantasie. „Das passt nicht", erklärte er.

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