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Gemeinderat will sichüber Platz an der alten Schule grundsätzlich Gedanken machen / Mehrheit gegen Lohmanns Idee

Zank ums Kinderkarussell - Debatteüber Sitzgruppe

Messenkamp (bab). Anträge im Rat Messenkamp zur Anschaffung eines Spielgeräts und einer Bank haben zu Grundsatzdiskussionen geführt. Der ehemalige Bürgermeister Gerd Lohmann (SPD) will den Platz an der Ecke Dorfstraße/Altenhäger Straße mit einer Sitzgruppe aufwerten. Die Mehrheit im Rat ist aber mit dessen Vorschlägen nicht einverstanden.

Entfacht hatte die Auseinandersetzung um die Grünanlage an der alten Schule in Messenkamps Dorfmitte ein Antrag, der sich auf den Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus bezog. Für diesen soll ein zusätzliches Spielgerät, ein sogenannter Karussell-Wirbel beschafft werden, wie SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Müller bei der Ratssitzung ausführte. Gerd Lohmann hält es für angebrachter, das Spielgerät rund 100 Meter weiter an der Kreuzung zur Dorfstraße aufzustellen. In einem eigenen Antrag hat er zudem angeregt, an dem Standort eine Sitzgruppe an der Eiche aufzustellen. "Wir wollen keinen zweiten Spielplatz aufmachen", sagte Müller, dem an der Ecke dafür auch zu viel Verkehr herrscht. "Da passt auch nur ein Kind drauf", beschrieb CDU-Fraktionssprecher Udo Meyer den Karussell-Wirbel. "Dafür eine neue Baustelle aufzumachen, damit hätte ich auch ein Problem", sagte er. Karl Minne Braaksma (SPD) befürchtet noch andere Schwierigkeiten. "So ein Spielgerät alleine, das gibt Stress zwischen den Kindern", wies er auf Eifersüchteleien hin, die auftreten könnten, wenn mehrere Kinder sich auf dem Platz aufhalten würden. "Da unten finde ich das reichlich verfehlt", beurteilte Braaksma Lohmanns Standortvorschlag. Bis auf Lohmann stimmten die Ratsmitglieder dafür, das Spielgerät auf den vorhandenen Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus zu stellen. Weiter ging die Diskussion, als Lohmanns Vorschlag behandelt wurde, für die Grünanlage an der Kreuzung eine Sitzgruppe anzuschaffen. Müller, der den Antrag ohnehin vertagen wollte, weil die Fraktion ihn nicht besprochen hatte, machte sich Luft. Als Lohmann noch Bürgermeister gewesen sei, habe es geheißen, die Gestaltung des Platzes koste die Gemeinde nichts, weil genügend Sponsoren mithelfen würden. "Dann hat es uns eine Menge Geld gekostet", erinnerte Müller. Lohmann blieb hinsichtlich der Sponsoren aber optimistisch. Udo Meyer bewertete es prinzipiell positiv, über den Platz nachzudenken, es gebe aber noch andere Vorschläge, wie dieser später einmal aussehen könnte. "Wir haben uns nie grundsätzlich unterhalten, wie das da aussehen soll", sagte Müller an die Adresse Lohmanns, in dessen Verantwortung der Platz immer nur stückchenweise verändert worden sei. "Vielleicht sollten wir uns grundsätzliche Gedanken machen", wenn der Punkt ohnehin vertagt werde, riet Braaksma. Lohmann beharrte auf seinem Vorschlag. Das Hin und Her veranlasste Wolfgang Schiefer (SPD) auf die Geschäftsordnung zu verweisen. Es gebe laufend Zwischenrufe. "Wortbeiträge sind beim Ratsvorsitzenden anzumelden." Bürgermeister Frank Witte (SPD) beendete die Diskussion dann auch. Bis auf die Gegenstimme Lohmanns einigte sich der Rat, eine Sitzgruppe vorerst nicht aufzustellen. Das Thema wird zur Beratung in die Fraktionen verwiesen. Diese wollen zudem darüber beraten, wie mit dem Platz an der Alten Schule künftig umgegangen werden soll.

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