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Aber: Anstieg im Bereich der Polizeistationen / Mehr Fahrer unter Drogeneinfluss erwischt

Zahl der Verkehrsunfälle fast konstant

Bad Münder (jhr). Bei Verkehrsunfällen im Bereich der Stadt Bad Münder kam im vergangenen Jahr kein Mensch ums Leben. Trotz dieser positiven Entwicklung unterscheidet sich die Verkehrsunfallstatistik für den Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Bad Münder von der Tendenz, die für das Land und den Bereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden festgestellt wurde: Die Zahl der Unfälle ist nämlich leicht angestiegen.


562 Unfälle registrierten die münderschen Beamten im vergangenen Jahr, 535 waren es im Jahr zuvor. Auffällig: Die Steigerung ist zum großen Teil auf Unfälle im Bereich der Polizeistationen Coppenbrügge und Salzhemmendorf zurückzuführen, die ebenfalls zum Kommissariat gehören. In Bad Münder lag die Zahl der Unfälle 2008 bei 303, fünf weniger als noch im Jahr zuvor.

Unfallursachen: Die häufigsten waren nicht angepasste Geschwindigkeit (33 Unfälle), Vorfahrtsverletzungen (45) und Wildunfälle (49). Auch beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren hat es oft gekracht. Die Zahl solcher Unfälle lag bei 91.

Nach wie vor eine Problemgruppe stellen laut Kommissariatsleiter Manfred Homann alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss fahrende Verkehrsteilnehmer dar: Im vergangenen Jahr setzte die Polizei einen Schwerpunkt auf Kontrollen in diesem Bereich und erhöhte zudem den Ausbildungsstand der Beamten – mit Erfolg: die Zahl der festgestellten Fahrten unter Drogeneinfluss stieg von sieben (2007) auf 48 an. „Hierbei ist festzustellen, dass es sich bei den Betroffenen in der Regel um Fahrer der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren handelt“, so Homann.

Fast verdoppelt hat sich auch die Zahl der festgestellten Fahrten unter Alkoholeinfluss. Mit zehn Unfällen registrierten die Beamten zwei mehr als im Vorjahr, ohne Verkehrsunfall wurden 57 (Vorjahr 29) Fahrer erwischt.

Angesichts dieser Zahlen kündigte Homann an, auch in diesem Jahr durch gezielte Überwachung der Geschwindigkeit, insbesondere außerhalb die Ortschaften, sowie die Bekämpfung von Alkohol- und Drogenmissbrauch und die Ahndung von Gurt- und Handy-Verstößen die Zahl der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden weiter reduzieren zu wollen.

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