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Landschaftsarchitekt und Geschäftsführer informieren Portaner Ausschuss / Biotop wird verlegt

Wülpker Egge: Alles im Plan und vorzeigbar

Nammen / Bückeburg (bus). "Es ist alles im Plan und daher auch vorzeigbar", haben Rainer Brokmann und Jürgen Müller den gegenwärtigen Stand der Rekultivierungsmaßnahmen auf der "Wülpker Egge" charakterisiert. Der Landschaftsarchitekt und der Geschäftsführer der Barbara-Rohstoffbetriebe standen den Mitgliedern des Ratsausschusses für Planung, Umweltschutz und Bauwesen der Stadt Porta Rede undAntwort, die sich vor Ort über die Vorgänge im Wülpker Steinbruch informierten.

Rainer Brokmann (zweiter von links) erläutert den Ausschussmitgl

Die Feststellung bezog sich sowohl auf den westlichen als auch auf denöstlichen Teil der Abbaustätte. In den beiden Teilen werden unterschiedliche Konzepte verfolgt. Während im Westen durch umfangreiche Aufschüttungen eine dem ursprünglichen Zustand vergleichbare Hangstruktur geschaffen werden soll, sind im Osten wesentlich weniger Eingriffe vorgesehen. Hier wird die derzeitige, bis weit in die norddeutsche Tiefebene sichtbare Steinbruch-Struktur im Wesentlichen erhalten und lediglich die Sohle aufgefüllt. Müller bestätigte dem Ausschuss, dass alle per "Inklinometer" vorgenommenen Messungen "keinerlei Bewegungen im Berg" angezeigt hätten. Diese Messmethode, die auf der "Egge" in regelmäßigen Abständen an drei Bohrstellen vorgenommen wird, beruht auf Erkenntnissen über durch den Erdmagnetismus verursachte Neigungen und hält geringste Veränderungen im Millimeterbereichfest. Im westlichen Abschnitt stehen dem Landschaftsbild erheblich einschneidendere Veränderungen ins Haus. Die Gestaltung der Hangstruktur soll mit der Verfüllung von etwa 800 000 Kubikmeter Erdreich vonstatten gehen - von denen weit mehr als die Hälfte noch aussteht. Dennoch rechnen Brokmann und Müller mit dem Abschluss der Rekultivierung für 2009. Die zeitliche Vorgabe ist unterdessen von etlichen momentan nicht abwägbaren Faktoren abhängig. Zum einen spielen vom Gesetzgeber vorgegebene Qualitätsstandards des Erdmaterials eine Rolle, zum anderen sind die Rohstoffbetriebe auf Zulieferer aus einem zehn bis 15 Kilometer messenden Umkreis angewiesen. Was heute noch ein geringes "Schüttgeld" einbringt, müsste bei veränderter Vorschriftenlage und ohne Sondergenehmigung mit (viel) Geld bezahlt werden. Zwischen Gastgebern und Gästen herrschte weitgehend Übereinstimmung über die Verlegung eines in den ursprünglichen Planungen im Westteil des Steinbruchs vorgesehenen Biotops. Die Neupositionierung des dem Schutz bestimmter Pflanzen- und Tiergesellschaften vorbehaltenen Lebensraums soll der natürlichen Entwicklung in dem weitläufigen Areal Rechnung tragen. "In dieser Beziehung sollten wir der Natur nicht ins Handwerk pfuschen", hieß es. Trotz aller Unabwägbarkeiten unterstrichen Brokmann und Müller, dass der offene Abbau auf der Wülpker Egge "Mitte 2007" zu Ende gehen werde. Sowohl der Weserwanderweg auf demBergkamm als auch ein Zugang zur Ortschaft würden wiederhergestellt.

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