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Öffentliche Veranstaltung in Bad Münder / Engagement bei Ortsrats-, Stadtrats- und Kreistagswahl

Wöllenstein und Linke werben um Mitstreiter

Bad Münder (jhr). Seine Entscheidung steht – jetzt sucht er Mitstreiter: Hubertus Wöllenstein wird bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr erneut kandidieren, „möglicherweise gemeinsam mit der Partei Die Linke“, erklärt der Münderaner. Mit der Änderung des Kommunalwahlrechts, das nur noch einen einzigen Wahlbereich für Bad Münder vorsieht, rechnet sich Wöllenstein deutlich bessere Chancen aus.


Ein wesentlicher Tag der Weichenstellung wird für Wöllenstein der kommende Donnerstag – dann kommt er mit Vertretern der Linken um 19 Uhr im Deutschen Haus in Bad Münder zusammen, um das weitere gemeinsame Vorgehen abzustimmen. „Wir haben uns ganz bewusst für eine öffentliche Veranstaltung entschieden, weil wir andere Münderaner einladen möchten, die sich für die Verbindung Wöllenstein-Die Linke interessieren“, erklärt der 62-Jährige. Neben ihm werden die heimische Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann, der Kreistagsabgeordnete Frank Pook sowie Peter Kurbjuweit und Kurt Plewe, beide Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes der Linken, anwesend sein.

„Völlig offen“ ist für Wöllenstein noch, ob er auch selbst Mitglied der Linken wird. Bislang vertritt das ehemalige SPD-Mitglied die von ihm gegründete „Kommunalpolitische Wählergemeinschaft“, bei der Kommunalwahl 2006 zog er mit der KWG in den Ortsrat Bad Münder ein. Für einen Einzug in den Stadtrat reichte es nicht – die Ursache liegt für Wöllenstein in dem Umstand begründet, dass er lediglich in einem der fünf Wahlbereiche der Stadt Stimmen sammeln konnte. Die Reduzierung auf nur einen Wahlbereich kommt ihm daher deutlich entgegen, ebenso die Verbindung mit der Linken mit ihrer Organisationsstruktur. „Wir wollen eine Basis schaffen, um die Verkrustung und den Stillstand in dieser Stadt unter die Lupe zu nehmen“, wirbt Wöllenstein um Mitstreiter, die sich ebenfalls kommunalpolitisch engagieren möchten. Er sieht die Chance auf Einflussnahme in der Kommunalpolitik am größten: „Es gibt einfach keine christdemokratische Nachtabschaltung oder sozialdemokratische Straßenbeleuchtung – in keiner Stadt, auch nicht in Bad Münder.“ Ganz pragmatisch gehe es um die Frage, wofür das „magere Geld“ der Stadt ausgegeben werden könne. „Das ist eine politische Entscheidung, aber keine parteipolitische Entscheidung.“

In der gemeinsamen Liste mit der Linken für Ortsräte, Stadtrat und Kreistag sieht Wöllenstein die Möglichkeit, „dass der Zipfel Bad Münder im Kreisgebiet kommunalpolitisch wieder an Bedeutung gewinnt und wahrgenommen wird.“

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