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KWG-Ratsherr erwägt Gründung einer Ortsgruppe zur Kommunalwahl im nächsten Jahr

Wöllenstein liebäugelt mit den Linken

Bad Münder (mf). Den etablierten Parteien in Bad Münder droht zur Kommunalwahl 2011 neue Konkurrenz. Ortsratsmitglied Hubertus Wöllenstein spielt mit dem Gedanken, eine Ortsgruppe der Linken zu gründen.

H. Wöllenstein

Nach der Trennung von der SPD, der Wöllenstein vor einigen Jahren zu unbequem geworden war, hatte sich der Münderaner bekanntermaßen politisch selbstständig gemacht. Mit der von ihm aus der Taufe gehobenen Kommunalpolitischen Wählergemeinschaft (KWG) gelang ihm bei der letzten Wahl immerhin auf Anhieb der Einzug in den Ortsrat Bad Münder.

Noch habe er nicht entschieden, ob er 2011 unter der KWG-Flagge weitermachen wolle, sagt Wöllenstein im NDZ-Gespräch. Doch ihm ist klar: Seine Ein-Mann-Gruppierung bräuchte dafür frischen Wind und vor allem neue Mitstreiter, um auf allen Listen vertreten sein zu können und sich so reelle Chancen zu sichern.

Dass er sich nicht aufs politische Altenteil zurückziehen will, steht für Wöllenstein außer Frage. „Ich mache in jedem Fall weiter“, kündigt er entschlossen an.

Unter Umständen als Galionsfigur einer in Bad Münder bislang noch nicht existierenden Linken. Das langjährige SPD-Mitglied macht keinen Hehl daraus, dass sein Herz noch immer links schlägt. „Hier wäre meine Unabhängigkeit am größten“, sagt er mit Blick auf weitere Alternativen. Die könnten wiederum lauten: Übertritt zu einer der bereits vorhandenen Parteien. Dabei kommen die Etablierten, wie er sie nennt, für Wöllenstein nicht in Frage. Die CDU sei ihm zu träge, die FDP praktisch nicht existent, sagt er.

Und eine Rückkehr zur SPD? Wöllenstein schüttelt den Kopf: „Die hat in Bad Münder nun wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung“, fällt sein Urteil harsch aus. „Früher oder später laufen alle wie die Lemminge der Bürgermeisterin hinterher. Das hat die Stadt nicht verdient.“

Vorstellen könne er sich bestenfalls, unter das Dach der Grünen oder von ProBürger zu schlüpfen. Der Wählergemeinschaft bescheinigt er, „in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet“ zu haben. Er wolle in den nächsten Wochen ausloten, wo er am meisten von seinen politischen Vorstellungen umsetzen könne und wo er den größten Handlungsspielraum habe, kündigt Wöllenstein an.

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