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Am Mittwochabend im ersten Wahlgang vom Kirchenkreistag gewählt / Abschied im Sommer

Wöhler wird Superintendent in Holzminden

Rinteln (wm). Nikolai-Pastor Ulrich Wöhler (49) ist am Mittwochabend in Holzminden vom dortigen Kirchenkreistag für zunächst zehn Jahre zum Superintendenten des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder gewählt worden. Wöhler wird allerdings erst im Sommer die Nikolai-Gemeinde verlassen, um seine neue Arbeitsstelle anzutreten.

Nach der Wahl: Jürgen Kind, Vorsitzender des Kirchenkreistages i

Es war für Wöhler ein Entscheidungsmarathon um ein öffentliches Kirchenamt, das, wie er gestern in einem Telefongespräch eingestand, auch viele Nerven gekostet hat. Er habe bereits im Sommer vorigen Jahres Kontakte nach Holzminden geknüpft, als klar gewesen sei, die Stelle ist vakant. Danach sei er zuvier Vorstellungsrunden gefahren: Zum Wahlausschuss, zum Kirchenvorstand der Luthergemeinde - der Superintendent hat dort seine Pfarrstelle - zu einer Aufstellungspredigt in einem Gottesdienst im Februar und jetzt schließlich zu einer rund einstündigen Vorstellung vor dem Kirchenkreistag, praktisch ein Wahlmänner- und Wahlfrauengremium. Wöhler: "Und ich dachte nach meinem Examen, ich hätte diese Art von Stress hinter mich gebracht." Er sei froh, dass jetzt die Entscheidung gefallen sei. Positiv, wie schnell sich der Kirchenkreistag für den Rintelner Pastor entschieden hat, nämlich - innichtöffentlicher Sitzung und geheimer Wahl - bereits im ersten Wahlgang, was keineswegs selbstverständlich ist. Deutlich das Ergebnis: Wöhler erhielt 69 Stimmen, sein Kontrahent, Dr. Erhard Berneburg, Studienleiter im Geistlichen Rüstzentrum in Krelingen, 22 Stimmen. Vier Bewerber für das Amt des Superintendenten hat es insgesamt gegeben, zwei schieden bereits in der ersten Vorstellungsrunde aus. Ulrich Wöhler wird mit Frau Christine und den beiden Kindern im Alter von 15 und 18 Jahren vermutlich im Sommer Abschied von Rinteln nehmen.

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