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Fan-Stammtisch mit Eishockeycracks der Hannover Scorpions / Play-offs so gut wie sicher

Wo robuste Hunde "wie die Zicken" auftreten

Bückeburg (bus). Beinahe könnte man meinen, dass bei der Vorbereitung des Fan-Stammtisches der Hannover Scorpions der Eishockeygott am Regiepult gesessen hätte. Just am Vortag des Treffens im Bückeburger "Brauhaus" war den Kufencracks mit einem Auswärtssieg in Kassel der Einzug in die DEL-Endrunde geglückt. Zumindest war die Fachpresse der Meinung, dass ihnen die Teilnahme nur noch rechnerisch zu nehmen sei. Dementsprechend groß war das Interesse der Anhängerschaft. Mitorganisator Friedel Pörtner freute sich, "soviel Anhänger und Freunde wie noch nie" begrüßen zu können.

Großer Andrang während der Autogrammaktion: Als die Kufencracks

Auch der Landtagsabgeordnete zeigte sich vom Erreichen der so genannten Play-offsüberzeugt. "Nach menschlichem Ermessen wird nichts mehr schief gehen", sagte Pörtner. Die aus der Landeshauptstadt angereiste Delegation - Geschäftsführer Marco Stichnoth, Fanbeirat Peter Heintel sowie die Stars Brad Tapper und Björn Bombis - mochte dieser Einschätzung nicht vehement widersprechen. Zumal im ersten Teil der zunächst zögerlich anlaufenden Gesprächrunde Erkundigungen nach den Play-off-Eintrittskarten im Mittelpunkt standen. Als das Eis gebrochen war, erfuhren die munter fragenden Bückeburger allerlei Interna und Aufschlussreiches. Heintel ließ durchblicken, dass sich im Eishockey "robuste Hunde" (tough guys) wie der knochenharte Verteidiger Shawn Heins "mitunter wie die Zicken" benähmen. "Die sorgen während des Spiels allerdings recht unmissverständlich dafür, dass du nicht allzu lange dort stehst, wo sie dich nicht haben wollen", erläuterte Bombis. Stichnoth ließ noch tiefer blicken: "Wenn ich zu Trevor (gemeint war Scorpions-Torwart Trevor Kidd) sage, stell Dich hin und tanz, dann frisst der mich auf." Die Auskunft des Geschäftsführers war auf die Vorhaltung einiger Fans gemünzt, die Spieler kommunizierten gelegentlich zuwenig mit dem Publikum. Er könne die Akteure zu nichts zwingen, führte Stichnoth aus. Und: "Wir haben keine Clowns sondern sehr ehrgeizige Sportler eingekauft." Schließlich landeten Verehrer und Vereinsvertreter doch wieder bei den Play-offs. Die Konstellation ist tatsächlich so, dass die Hannoveraner gegenüber der Konkurrenz die wesentlich besseren Karten haben. "Am liebsten gegen die Eisbären aus Berlin", lautete Stichnoths Antwort auf die Frage nach dem Wunschgegner zum Endrundenauftakt. Bombis ging noch zwei Schritte weiter. "Zuerst Nürnberg, danach Hamburg und dann Köln", legte sich der sympathische Goalgetter zur Freude des Anhangs fest und deutete mit der Aufzählung fest, dass er eine Endspielteilnahme durchaus einkalkuliert. Ob es am ersten Play-off-Spieltag (Freitag, 17. März) in der TUI-Arena den so genannten Bückeburg-Tag geben wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Gegenwärtig lasse das Interesse der heimischen Firmen und Vereine noch ein wenig zu wünschen übrig, sagte Pörtner am Rande des Stammtisches. Der Präsentationstag bietet den Bückeburgern die Möglichkeit, sich einem großen Publikum vorzustellen. Pörtner: "Die Vorstellung, die für die Besucher mit einem Gewinnspiel verbunden ist, ist absolut kostenlos." Standgebühren seien nicht zu entrichten. Darüber hinaus beinhaltet die Aktion das Bereitstellen eines auf 200 Tickets begrenzten Kartenkontingents zu erheblich reduzierten Preisen. Der Landtagsabgeordnete kündigte an, in den kommenden Tagen alle Hebel in Bewegung setzen zu wollen, um dem Vorhaben ein erfolgreiches Ende und den Fans die günstigen Karten zu bescheren.

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