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Frida Gold rocken das Capitol / Ein „Juwel“ namens Alina Süggeler

Wo Gold draufsteht, ist auch Gold drin

Auf den Namen „Frida“ sind sie durch einen Song des Künstlers Axel Bosse gekommen, der in einem seiner Lieder eine Frau besingt, die Frida heißt. „Gold“ ist wertig, strahlend, rein und nicht kopierbar – so wie ihre Musik, die im Kurs des Publikums immer weiter nach oben steigt. Die Rede ist von Frida Gold, den jungen Wilden, die sich seit ihrer Debütsingle „Zeig mir, wie du tanzt“ auf der musikalischen Überholspur befinden.

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Das Frauenmagazin „Grazia“ wählte Alina Süggeler unter die zehn schönsten Frauen der Welt – doch das hübsche Gesicht der charismatischen Frontfrau blieb dem Publikum zunächst hinter einer großen dunklen Brille verborgen. Was später unter der überdimensionalen Mütze zum Vorschein kam, war im wahrsten Sinne des Wortes nicht viel, denn Alina performt jetzt a la Sinéad O’Connor.

Alina, sonst bekannt für ihr grenzenloses Temperament, lässt es zu Beginn ruhig angehen, singt den Opener „Morgen“ und „Undercover“ auf einem erhöhten Bühnenpodest. Danach sucht die 26-Jährige den Kontakt zu ihren Fans und zeigt dem Publikum, zusammen mit zwölf Tänzern, „wie sie tanzt“.

In dem Song „Zeig mir, wie du tanzt“ ist sie auf der Suche nach jemandem, der sich ihr komplett und authentisch offenbart. „An dem Tanzstil eines Menschen erkennt man, ob dieser in diesem Moment mit sich selbst ist oder nicht. Tanzen ist für uns ein Muss – frei nach dem Motto ,nicht schön, aber wirkungsvoll‘ erklärte Süggeler vor kurzem in einem Interview.

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  • Zu Beginn der Show hochgeschlossen, später spielte Alina Süggeler dann gekonnt mit ihren weiblichen Reizen.

Das nebenberufliche Model verkauft sich gut auf der Bühne, setzt nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihren Körper wirkungsvoll ein. Sie spielt mit ihren körperlichen Reizen, gibt im Laufe der Show immer mehr von sich Preis. Zu Beginn noch hochgeschlossen, sorgt später ein freier Bauch und ein immer wieder aufblitzender schwarzer BH für angenehmes, optisches Beiwerk.

Das Konzert ist gut durchgestylt, es kommt eigentlich zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Unter anderem marschiert die Sängerin durch die Zuschauerreihen und genießt das Bad in der Menge. Mit ihrem Bruder Fabian singt sie den Song „Dreams“ – später werden die „Killerhacken“ entsorgt – Frau Süggeler präsentiert sich im letzten Drittel der Show barfuß.

„Wie kommt es, dass ihr so viele seid“, fragt sie gleich mehrmals an diesem Abend. Nun ja, was das Quartett live auf die Bühne legt, kann sich schon sehen und natürlich auch hören lassen. Seit mehr als 13 Jahren basteln sie an ihrer Karriere, haben sich musikalisch nie ausgeruht, immer wieder neu gefunden.

Mit „Wovon sollen wir träumen“ geht es in die Nachspielzeit – die quirlige Frontfrau setzt zum Schlussspurt an, spielt Melodika und bearbeitet mit ihren Drumsticks die Schlagzeugfelle. Alina Süggeler ist Frida Gold, Frida Gold ist Alina Süggeler – das wird einmal mehr bei ihrem größten Hit deutlich.

Nach dem Motto „A New Star Is Born“ könnte Alina Süggeler mit etwas Glück als Pop-Stilikone in die deutsche Musikgeschichte eingehen. Dass sich die Medien daher manchmal weniger auf die Songs der Band, sondern vielmehr auf die talentierte Sängerin stürzen, ist allzu verständlich.

Ausdrucksstarke Stimme, umwerfendes Aussehen –

goldene Aussichten für Alina Süggeler und ihre

Band Frida Gold.

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