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Münderaner Rapper „2schneidig“ reist für Trikot-Benefizaktion nach Südafrika und nach Mosambik

WM-Überraschung für Straßenkinder in Maputo

Bad Münder (st). Er hat nigerianische Wurzeln, hat seine Kindheit in Hamburg verbracht und wohnt jetzt mit Frau und Kindern in Bad Münder: der Rapper „2schneidig“ alias Martin Riesch. Und obwohl sein Vater vom schwarzen Kontinent stammt, ist Riesch selbst noch nie dort gewesen. Das soll sich jetzt ändern: Am Freitag fliegt der Musiker für seinen Verein „Liebe Deinen nächsten“ zunächst nach Kapstadt (Südafrika), dann weiter nach Maputo (Mosambik), um dort Straßenkinder mit Trikots und Fußballschuhen zu überraschen. Singen wird er natürlich auch – oder eher zu fetten Beats seine Reime abfeuern.

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„Ich bin zunächst acht Tage in Kapstadt, anschließend vier Tage in Maputo“, sagt Riesch. In Kapstadt wird er am kommenden Sonntag ein Konzert im Rahmenprogramm der Fußballweltmeisterschaft geben. Während des Aufenthalts in der südafrikanischen Hauptstadt besucht der Rapper gemeinsam mit Botschaftern des Projektes „Anstoß zur Hoffnung“ verschiedene Schulen, um dort gebrauchte Fußballschuhe und Bälle zu verteilen.

Die von ihm selbst initiierte Hilfsaktion mit Trikots für eine Fußballschule in Maputo finde dann hoffentlich im zweiten Teil der Reise einen erfolgreichen Abschluss, sagt Riesch. Er hat seit drei Jahren mit seinen Mitarbeitern bei Vereinen ausgemusterte Trikots und Bälle gesammelt. „Wir haben jetzt 700 Trikots zusammen, die wir der Fußballschule übergeben wollen. Dort trainieren ausschließlich Straßenkinder.“ Auch Werder Bremen, Schalke 04 und Hannover 96 haben laut Riesch seine Sammlung unterstützt. Neben der Übergabe der Spenden will der Musiker die Kinder auch mit zwei weiteren Auftritten als „2schneidig“ erfreuen.

„Ich bin zwar noch nie in Afrika gewesen, aber vor rund zwei Wochen auf den Philippinen in Manila. Und die Zustände in der dritten Welt, die sprengen einfach unsere Vorstellungskraft. Da laufen die Kinder nackt zum Betteln durch die Straßen und waschen sich im Rinnstein“, erzählt Riesch. „Ähnlich dramatisch wird es auch in Afrika sein.“ Wenn man bedenke, wie gut man es hier in Deutschland habe, dann fühle er sich fast verpflichtet etwas abzugeben.

Kritiker, die sein Engagement für eine Masche halten, können ihn nicht von seinem Kurs abbringen. „Ich weiß, man ist angreifbar, wenn man auf Benefiz macht, aber ich mache weiter.“ Und er freut sich schon auf die leuchtenden Augen der Kinder.

Martin Riesch alias „2schneidig“ reist nach Afrika, um ausgemusterte Trikots an Straßenkinder zu übergeben.

Foto: st

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