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Samtgemeindebürgermeister nutzt Haushaltsrede zu Abrechnung mit Schönemann

Wischnat eröffnet Wahlkampf: Seitenhiebe auf den (Mit-)Bewerber

Eilsen. Seinen Hut hat er - offiziell - noch nicht in den Ring geworfen, den Wahlkampf aber Donnerstagabend bei der Sitzung des Samtgemeinderats im Heeßer Krug eröffnet. Obwohl Heinz Wischnat den CDU-Kandidaten und Eilser Amtsrat Bernd Schönemann nicht namentlich nennt, zieht sich die Attacke auf den (Mit-)Bewerber und Mitarbeiter wie ein roter Faden durch die Haushaltsrede.

Autor:

Thomas Wünsche

Kostproben: Ihm Wischnat, falle es nicht leicht, die "nicht machbaren" Wünsche der Mitarbeiter abzulehnen - und sie gleichzeitig zu motivieren, mit dem bewilligten Geld auszukommen. Der Amtsinhaber: "Ich bedaure es sehr", "dass herausgehobene Mitarbeiter dieses öffentlich als ,autoritär in alles hinein regieren' bezeichnen". Die Anspielung auf Schönemann ist deutlich. Wie berichtet, hatte der Parteilose bei seiner Nominierung durch die CDU gegenüber der Presse seinen Führungsstil so beschrieben: "Den Begriff ,Manager' mag ich nicht besonders, eher schon den des ,Moderators' - wenn man darunter jemanden versteht, der unterschiedliche Standpunkte zusammenführen kann und nicht autoritär in alles hinein regiert." Und für den Fall seiner Wahl zum Samtgemeindechef ergänzt: "Es geht mir um die Wiedervereinigung von Herz und Verstand." Wischnat im Samtgemeinderat: "Ich kann mir nur meinen Teil dazu denken und freue mich auf die Ergebnisse der ,Moderation'." Denn der Kandidat, der diesen Stil ",mit Herz und Verstand' - ich füge hinzu: aber ohne zu wissen, wie das alles finanziert werden soll - bevorzugt", werde spätestens beim Aufstellen des Haushalts 2007 Schiffbruch erleiden ... Denn zu oft habe er, Wischnat, auf die Bitte, einen Vorschlag zu unterbreiten, "der laut Haushaltsplan machbar ist", aus "einer Abteilung" die Antwort gehört: "Wieso, die Aufgabe habe ich zuerledigen, da brauche ich mich nicht um die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel zu kümmern." - Indes: Nicht bei allen Ratsmitgliedern kommen die Seitenhiebe gut an. Zwar kommentiert Friedrich Feick, Chef des CDU-Samtgemeindeverbandes, die Ausfälle gegen seinen Kandidaten nicht, dafür aber sein SPD-Pendant Jürgen Schmökel: "Ich bin zwar überrascht über die Präzision, mit der der Haushalt 2006 (siehe Bericht unten) aufgestellt wurde. Aber eine persönliche Abrechnung ist hier fehl am Platz." Er stellt fest: "Der Wahlkampf", so Schmökel an die Adresse Wischnats, "hat begonnen".

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