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Kirchertz will Kooperation mit GeTour beenden

Wird der Egestorfer „Schaafstall“ ein Verein?

Egestorf (hzs). Noch in diesem Jahr ist Schluss: Kulturmäzen Ernst Jürgen Kirchertz hat angekündigt, sich bei der Ausrichtung von Kulturveranstaltungen in seinem Egestorfer „Schaafstall“ von der GeTour zu trennen. Zureit noch organisieren Kirchertz und die Gesellschaft für Gesundheit, Veranstaltungen und Tourismus gemeinsam Konzerte, Lesungen und Schauspieldarbietungen in dem kleinen Veranstaltungsraum am Süntel.

Der „Schaafstall“ von Ernst Jürgen Kirchertz in Egestorf.  Foto: hzs

Die Beendigung der Zusammenarbeit ist laut Kirchertz notwendig, um das Angebot in unveränderter Qualität erhalten zu können. Sie habe „rein praktische Gründe“, da die mehrheitlich der Stadt gehörende GeTour keine Sponsorengelder annehmen könne. „Da sich in diesem Jahr bei mir als einzigem Sponsor aber berufliche Veränderungen ergeben, ist diese Form der Kooperation nicht länger vertretbar“, erklärte Kirchertz. Er werde sich „einvernehmlich von der GeTour lösen“, so der Mediziner.

Wenn das Programm auf dem bisherigen Niveau gehalten werden solle, müssten andere Organisationsformen in Erwägung gezogen werden. „Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Markenzeichen nicht verwässert wird. Denn das steht für einen bislang ausnahmslos eingelösten hohen Qualitätsbegriff“, so Kirchertz, der hinzufügt: „Keinesfalls steht die Trennung von der GeTour im Zusammenhang mit momentanen Diskussionen über Sinn und Unsinn der GeTour“.

Über neue Formen denken die Verantwortlichen schon seit Längerem nach. „Das könnte ein Verein ,Kultur im Schaafstall‘ sein, ganz nach dem Vorbild des Vereins ,Kunst und Begegnung‘ auf dem Hermannshof in Völksen, aber auch eine entsprechende Gesellschaft mit angeschlossenem Förderkreis wäre denkbar“, so Kirchertz, der schon ein wenig stolz ist auf seinen „Schaafstall“.

Klassische Musik, Schauspiel und Kunst – alles unter dem Dach eines alten Stalles. Mittlerweile hat sich der Veranstaltungsraum zu einem überregional beachteten Platz entwickelt, an den nicht nur das Schauspieler-Ehepaar Leslie Malton und Felix von Manteuffel regelmäßig gerne wiederkehren. „Bei unserem Dottore fühlen wir uns einfach wohl“, schwärmen die von Bühne, Film und Fernsehen bekannten Künstler. Ob Oberon-Trio oder Lipkind-Quartett – viele junge Stars und Ensembles sind im „Schaafstall“ in eine bemerkenswerte Karriere gestartet. Und so soll es laut Kirchertz auch weitergehen.

Für die kommende Woche haben er und die GeTour eine gemeinsame Presserklärung zur Zukunft des münderschen Premium-Kulturangebotes angekündigt.

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