weather-image
20°
Rücktritts-Brief von Horst Rinne an den Rat / Druck auf die SPD-Fraktion wächst / Aber CDU sieht Wählerauftrag bei sich

Wird Bergmann Bad Eilsens neue Bürgermeisterin?

Bad Eilsen (tw). Horst Rinne hat am Montag in einem Schreiben an den Rat zum 31. Dezember se inen Rücktritt als Bürgermeister von Bad Eilsen erklärt: Das bestätigte jetzt CDU-Fraktionschefin und Vize-Bürgermeisterin Dagmar Söhlke auf Anfrage der Landes-Zeitung. Rinne hatte den Rücktritt bereits am 11. Dezember im Gespräch mit dieser Zeitung angekündigt, weil er "keine vertrauensvolle, inhaltliche Zusammenarbeit mit der CDU-Fraktion" mehr sah (wir berichteten). Die CDU, die im Rat auf fünf Stimmen kommt, hatte am Sonntag Fraktionssitzung; die SPD, die sechs Ratsmitglieder zählt, hat ihre am heutigen Donnerstag.

Damit wird nun die Frage akut, wer im Januar 2009 Rinnes Nachfolge antreten soll. Ob die Fraktion der Christdemokraten, die mit dem Austritt von Rinne und Thomas Schütte ihre Mehrheit im Rat eingebüßt hat, einen eigenen Kandidaten aufstellen wird - die Antwort auf diese Frage ist für Söhlke noch nicht entschieden. Aber: "Bei der Kommunalwahl 2006 hat der Wähler der CDU den Auftrag erteilt, dieses Amt zu besetzen", erinnert die Fraktionsvorsitzende. Diesen Wählerauftrag vor Augen, werde die Fraktion jetzt ins Gespräch mit den Sozialdemokraten gehen. Bislang galt Bauausschusschef Dr. Willi Dreves als möglicher CDU-Kandidat. Derweil wächst auch bei der SPD der Druck aus den eigenen Reihen, einen eigenen Kandidaten oder eine eigene Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters und damit die Nachfolge Rinnes aufzustellen. Im Gespräch: Christel Bergmann, Fraktionschefin und gleichfalls Vize-Bürgermeistern. Zwar haben die Genossenim Rat dafür eine sichere Mehrheit - umso mehr als Rinne und Schütte erklärt haben, sich nicht an der Wahl zu beteiligen, aber: Gesetzt den Fall, beide würden entgegen ihrer jetzigen Erklärung im Laufe des Jahres ihr Mandat niederlegen,würden für sie zwei Christdemokraten nachrücken. Dann aber hätte die SPD ihre derzeitige Mehrheit wieder verloren - was unglücklich wäre, wenn sie zu diesem Zeitpunkt den Bürgermeister stellen würde. In Absprache mit der SPD-Fraktion streben die Christdemokraten eine Abwahl des Bürgermeisters vor dem 31. Dezember nicht mehr an; auch das bestätigte Söhlke jetzt. Eine Zusammenarbeit ihrer Fraktion mit der Gruppe Rinne/Schütte werde es gleichwohl auch im neuen Jahr definitiv nicht geben.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare