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Zahlt Landkreis weitere 125 000 Euro an EWR? - Landrat sagt Ja

"Wir sind zum Erfolg verdammt"

Landkreis (tw). "Wir sind zum Erfolg verdammt - und wir werden Erfolg haben": Mit diesen Worten hat sich Heinz-Gerhard Schöttelndreier dafür ausgesprochen, dass der Landkreis Schaumburg nochmals 125 000 Euro in die angeschlagene "Erlebniswelt Renaissance" (EWR) schießt. Dieses - persönliche - Statement gab der Landrat auf Anfrage beim Pressegespräch "EU-Fördermöglichkeiten Tourismus" am Montag in Bückeburg ab.

Mal geht er, mal nicht: der "E-Guider". Foto: tol

Das entsprechende Votum des Kreisausschusses respektive Kreistages steht zwar im Laufe des Augusts noch aus, ein "politisches Spektakel" um diese Frage erwartet der Landrat aber nicht: "SPD und CDU sind sich in dieser Angelegenheit total einig." Wie berichtet hatte Hameln-Pyrmonts Landrat und EWR-Aufsichtsratsvorsitzender Rüdiger Butte den Hameln-Pyrmonter Kreistag jüngst mit der Hiobsbotschaft konfrontiert, dass das Projekt ohne eine neuerliche Finanzspritze in Höhe von einer Million Euro "keine Überlebenschance" haben werde. Eine Summe, zu der Schaumburg mit besagten 125 000 Euro sein Scherflein beitragen soll. Schöttelndreier zur Begründung seiner obigen Ansicht: "Das EWR-Projekt in Stadthagen (Mausoleum und Martinikirche) verzeichnet bislang 4000 Besucher; der Förderverein feiert das Projekt schon jetzt als ,guten Erfolg' - obwohl der E-Guider noch immer nicht hundertprozentig funktioniert." Auch in Bückeburg werde es mit Blick auf die Touristen ein "Riesenpotenzial" für die EWR-Inszenierung geben. Der Landrat: "Was den E-Guider betrifft, gehe ich selber davon aus, dass die Technik im Laufe des August voll einsatzfähig sein wird." Sein eigentliches Problem habe der E-Guider im Hamelner Hochzeitshaus, wo es (zu) viel Technik auf engstem Raum gebe, die das GPS-Gerät durcheinander bringe. Sollte das Projekt dort - wider Erwarten - kollabieren, könnten die Schaumburger EWR-Standorte Rinteln, Bückeburg und Stadthagen auch eigenständig bestehen, sagte Schöttelndreier.

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