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Ganztagsschule: SPD verteidigt Mensa-Pläne / Pädagogisches Konzept liegt bei der Gemeinde vor

"Wir müssen bereit sein, wenn es losgeht"

Rehren (rnk). Der Streit um die Einrichtung einer so genannten "Ganztagschule" in der Grundschule geht weiter. Nachdem Grundschulrektor Carl Gundlach sich darüber beklagt hatte, dass die Gemeinde schon Pläne zur Einrichtung einer Mensa vorgestellt hatte, ohne sich mit ihm oder dem Lehrerkollegium auszutauschen, und zugleich eine der beiden baulichen Lösungsvorschläge verworfen hatte, verteidigt SPD-Ratsherr und Pressesprecher Kai-Uwe Gellermann die Vorgehensweise: Die notwendigen Schritte müssten jetzt eingeleitet werden, damit 2007 schnell reagiert werden könne, wenn es möglicherweise wieder Zuschüsse für die Umgestaltung zur Ganztagsschule gebe.

Die erste Grundschule des Landkreises, die eine Ganztagsbetreuun

Gundlach hatte sich im Gespräch mit der WGA dafür ausgesprochen, zunächst ein pädagogisches Konzept zu erstellen, das auch die räumlichen Konsequenzen einer Umstellung mit einbezieht, um dies dann Schulelternrat und der Gesamtkonferenz vorzulegen und zu verabschieden. Umso verwunderter war Gundlach dann, als er in der Zeitung lesen durfte, dass die Gemeinde Pläne zur Einrichtung einer Mensa für den Betrieb einer Ganztagsschule dem Fachausschuss vorgestellt hatte. Diese Möglichkeit ging davon aus, neben der bestehenden Schulküche eine bisherige "Besenkammer" und einen kleinen Gruppenraum zu einer Mensa mit 38 Quadratmetern für 40 Essensplätze umzubauen. Dort hätten dann nicht mal die Wärme- und Geschirrwagen Platz, selbst eine Essensausgabe in zwei Schichten sei nicht möglich. Gundlach und WGA waren sich darüber einig, dass diese Variante "völlig indiskutabel" sei, weil sie an der Realität vorbei gehe. Das Wort von der "Schule mit angegliederter Suppenküche" machte dann die Runde. Es sei zwar bekannt, so Gellermann nun in seiner Presseerklärung, dass das Land für die notwendige Einstellung von Lehrern zurzeit kein Geld zur Verfügung stelle, obwohl landauf landab eine bessere schulische Ausbildung insbesondere im Grundschulbereich gefordert werde. Gleichwohl "ist es notwendig, jetzt schon die vorbereitenden Planungen anzugehen. Sogeschehen in den letzten Sitzungen des Schulausschusses der Gemeinde Auetal und wegen der baulichen Maßnahmen im Bau- und Planungsausschuss. Wenn die Fördergelder wieder zur Verfügung stehen, kann kurzfristig die Gemeinde aktiv die erforderlichen Maßnahmen umsetzen." Von der Schulleitung sei zeitnah noch ein pädagogisches Konzept zu erstellen. Weil mit einer guten Resonanz bei den Eltern gerechnet wird, habe sich die SPD für die Einrichtung einer Mensa mit Erweiterungsmöglichkeit entschieden, die eine größere Anzahl von Kindern berücksichtigt, also zukunftsorientiert sei. Der von Schulleiter geforderte Umbau der vor kurzem errichteten Pausenhalle sei ein Diskussionsbeitrag, der unter Kostengesichtspunkten zu begrüßen sei. Gellermann: "Nach unserer Auffassung stellt eine solche Lösung nur ein Provisorium dar, es sollte gleich eine optimale Lösung gefunden werden." Und: "Wereine sinnvolle pädagogische Ausstattung des Unterrichts am Nachmittag fordert, muss schon jetzt bereit sein, die notwendigen Schritte einzuleiten. Dazu gehört auch die Erstellung eines pädagogischen Konzepts zur Genehmigung durch das Kultusministerium." Das bedeute schlicht, präzisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Bethge, "dass wir bereit sind, wenn es grünes Licht gibt." Ganz auf der Höhe des Geschehen ist die SPD übrigens nicht: Das von der SPD eingeforderte pädagogische Konzept liegt mittlerweile bei der Gemeinde vor, erklärt Gundlach. Und der Schulelternrat hat sich am letzten Montag damit beschäftigt und es für gut befunden. Mit den zu erwartenden Einschränkungen: Ohne pädagogische Betreuung mache die Ganztagsschule keinen Sinn, erklärt Vorsitzende Nicolett Helmke, auch räumlich müssten "vernünftige Lösungen" gefunden werden: "Sonst ist das alles für die Katz.."

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