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hameln group steigert Umsatz im Jahr 2009 um 26 Prozent / Kerstein: Investitionen gut gelungen

„Wir haben viel erreicht und können stolz sein“

Hameln (wft). „Wir sind eines der wenigen Unternehmen in der Region, die von sich sagen können: Wir haben in den vergangenen Jahren Mitarbeiter eingestellt.“ Eike Kerstein, geschäftsführender Gesellschafter der hameln group, ist sichtlich zufrieden bei der Vorstellung der Jahresbilanz des Pharma-Unternehmens: „Wir haben viel erreicht und können alle miteinander stolz darauf sein.“

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Nach den gestern vorgelegten Zahlen hat die hameln group das Geschäftsjahr 2009 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen und ihren Umsatz von 59,8 Millionen Euro im Jahr 2008 um rund 26 Prozent auf 75,2 Millionen Euro gesteigert. Den Gewinn nach Steuern gibt die Unternehmensgruppe mit 2,4 Millionen Euro an.

Im Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres spiegele sich eine Neujustierung der Unternehmensstrategie wider, erklärte Kerstein. Es seien diverse Einsparpotenziale identifiziert und gehoben worden. Unter anderem seien Einkaufsvorteile genutzt und die Lagerbestände besser gesteuert worden. Planmäßig sei der Stand der Bankverschuldung um 3,3 Millionen Euro gesenkt worden. Zur Erinnerung: In den Jahren 2006 bis 2008 hatte die hameln group eine neue Sterilfabrik errichtet und dabei eine Investitionssumme von rund 40 Millionen Euro gestemmt. Inzwischen sei die hameln group mit ihren drei Firmen hameln rds, hameln pharma und hameln plus von einem rein auf Technik und Dienstleistungen für Dritte spezialisiertem Unternehmen vor allem um einen eigenen starken Vertrieb erweitert worden. Kerstein: „Wir haben eine klare Marktposition auf der Basis von Alleinstellungsmerkmalen und unsere marktrelevanten Stärken gut herausgearbeitet.“

Hervorragend entwickelt hat sich auch die Beschäftigungsbilanz. Wurde die Zahl der Mitarbeiter im Jahr 2005 noch mit 322 angegeben, waren es 2009 bereits 583, zu denen auch rund 110 Mitarbeiter eines in Modra (Slowakei) übernommenen Unternehmens zählen.

Eike Kerstein, Chef der hameln group.  Foto: hg
  • Eike Kerstein, Chef der hameln group. Foto: hg

Als Erfolgsfaktoren für das „typisch mittelständische Unternehmen“ bezeichnete Kerstein unter anderen die Weitsicht bei Investitionen trotz der Notwendigkeit von Sprunginvestitionen wie dem Bau der Sterilfabrik. „Diese Investitionen sind uns mit etwas Glück alle gut gelungen“, erklärte Kerstein. „Wachstum ist notwendig, um gestalterischen Spielraum zu bekommen“, sagte Kerstein. Dafür seien permanente Investitionen nötig, die aus dem Wachstum finanziert werden müssten. Dass im vergangenen Jahr nur zwei Millionen Euro für Investitionen im slowakischen Werk in Modra ausgegeben worden seien, begründete der Pharma-Unternehmer damit, dass eine neue, zwei Millionen Euro teure Abfüllanlage nur geleast worden sei.

Kritik übte Kerstein an den Reformen im Gesundheitswese. Die Preise nach unten zu drücken, aber die Qualitätsanforderungen zu erhöhen – „das geht nicht“. Ohnehin werde im Bereich der Generika, der Medikamente, für die der Patentschutz ausgelaufen ist, im Bereich von Zehntel-cent kalkuliert.

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