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Winterdienst in Bakede im Sondereinsatz

BAKEDE. Eis, festgefahrener Schnee und eine abschüssige Kurve ohne Bürgersteig – die Situation in der Südstraße war nach dem jüngsten Schneefall kritisch. So kritisch, dass Anwohner René Requardt zum Hörer griff und einen Einsatz der Streufahrzeuge forderte: „Man traute sich nicht mehr, auf die Straße zu gehen.“

Eis und Schnee in der Kurve: Der Übergang zwischen Mühlen- und Südstraße war bis Mitte der Woche noch spiegelglatt. FOtos: mensing

Autor:

Benedikt Dittrich und Gert Mensing

Besonders bei Dunkelheit sieht der aktive Feuerwehrmann Gefahren im Kurvenbereich: „Es ist dann nicht nur glatt, sondern auch noch stockduster.“ Schon vor Wochen habe er sich deswegen bei der Stadt über die Situation vor seiner Haustür beschwert. Passiert sei damals nichts.

Nun wurde die Stadt aber aktiv: Nach Requardts erneuter Nachfrage war der Bauhof nun im Einsatz, streute die ganze Straße und auch den Vogelwinkel ab. In Bewegung gesetzt hatte Carsten Reiss das Personal des Bauhofs – eine grundsätzliche Pflicht habe die Stadt für diese gesonderten Einsätze allerdings nicht, erklärte der Mitarbeiter des Bauamts auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir haben eine Prioritätenliste, die wir abarbeiten.“ Auf dieser Liste finden sich Ortsdurchgangsstraßen und weitere Hauptverkehrsstraßen – der Bauhof sei aber nicht verpflichtet, alle Straßen in jedem Dorf abzufahren. „Wir werden nur bei Bedarf tätig.“ Festgefahrener Schnee oder anhaltende Eisglätte wie in Bakede sei so eine Situation. „Bei Extremwetterlagen wie Eisregen oder starkem Schneefall gelten noch andere Regeln.“ In jedem Fall seien Anwohnerstraßen nachrangig.

Im Rathaus unterscheide man je nach Ortsteil: „In Orten wie Bakede, Nienstedt oder Hamelspringe herrscht oft eine besondere Wetterlage“, gibt Reiss zu. Entsprechend werde man auch auf Nachfrage tätig. „Wir handeln da flexibel, aber streuen in der Regel nicht überall.“

In dem Zusammenhang weist Reiss auch darauf hin, dass – konkret auf den Bereich Mühlenstraße und Südstraße bezogen – die Anwohner vor ihrem eigenen Grundstück selbst räumen und streuen müssen: „Wo es keinen Bürgersteig gibt, ist die Regel: Ein Meter breit vom Fahrbahnrand vor der eigenen Haustür.“

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