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FDP-Stadtverband regt Diskussion um geplante Wind-Vorranggebiete der Nachbargemeinden an

Windkraft an der Grenze sorgt für Skepsis

Bad Münder (jhr). Ohne regenerative Energien soll es in Zukunft nicht gehen. Aber auch Windkraft und Biogas haben ihre Eigenheiten, die immer wieder Protest hervorrufen – und dabei schauen einige Münderaner mit Sorge auf die Entwicklung an den Grenzen der Stadt: Der FDP-Stadtverband regt eine Diskussion über die auf Hilligsfelder und Coppenbgrügger Gebiet geplanten Windkraftanlagen an.


Der Stadtverband um die Vorsitzende Beatrix Nehmann sieht die Gefahr, dass in den Gremien in Hameln und Coppenbrügge „weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit“ die Ausweisung neuer Vorranggebiete für Windkrafträder vorangetrieben werde. Das Problem aus münderscher Sicht: „Nach dem aktuellen Planungsstand der jeweiligen Verwaltungen müssen sich insbesondere die Einwohner der Ortsteile Hasperde, Flegessen und Klein Süntel auf mögliche gravierende Eingriffe in das sie umgebende Landschaftsbild einstellen“, sagt Nehmann. Ihr Blick geht dabei Richtung Hilligsfeld – deutlich näher an Hasperde und Flegessen denn an Hilligsfeld gelegen wird dort ein Vorranggebiet für 12 bis 15 Windkraftanlagen ohne Höhenbegrenzung auf einem rund 33 Hektar großen Areal geplant. „Damit wären Höhen von 200 Metern und mehr pro Anlage möglich“, erklärt sie.

Kritisch beobachtet wird von den Freien Demokraten auch die Planung zu Vorrangflächen unter anderem im Bereich Herkensen – wie die Hilligsfelder Fläche würde das Herkensener Areal genau im Sichtfeld der münderschen Ortsteile liegen. „Beide Vorhaben zusammen würden zu einer lokalen Konzentration von Windkraftanlagen in der Region führen und die Ortsteile im Westen Bad Münders überproportional beeinträchtigen“, stellt Nehmann fest. Der FDP-Stadtverband befürworte den Bau von Windkraftanlagen dort, wo sie im Einklang mit der Natur und dem Menschen in „einer sinnvollen Kosten-Nutzen-Relation stehen“ – er sei aber dagegen, dass die Bewohner der betroffenen Ortsteile weder informiert noch einbezogen würden.

Eine entsprechende Beteiligung kündigt Planungsamtsleiter Karl-Heinz Knigge unterdessen an – die Stadt werde für das Projekt bei Hilligsfeld um Stellungnahme gebeten werden und diese Stellungnahme zuvor in Gremien wie Ortsrat und Verwaltungsausschuss thematisiert. Knigge rechnet allerdings nicht vor Januar oder Februar nächsten Jahres damit: „Zunächst muss der Hamelner Verwaltungsausschuss einen Beschluss fassen.“

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