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Vicco von Bülow wird für Lebenswerk ausgezeichnet / Termin steht noch nicht fest

Wilhelm-Busch-Preis geht an Loriot

Schaumburg (to). Loriot bekommt den Wilhelm-Busch-Preis 2007. Damit ist die Riege der Busch-Preisträger im Jubiläumsjahr vollständig, und Bernhard Viktor Christoph Carl von Bülow wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Förderpreise sind in diesem Jahr außerdem noch Gerhard Seyfried, Bruno Wendt und Lena Krochmann zuerkannt worden.

Vicco von Bülow mit einem seiner berühmten Knollennasen-Männchen

Gedichte, Cartoons, Sketche, Spielfilme, Zeichentrick - Loriot beherrscht viele Genres virtuos. In einem Interview mit Robert Gernhardt, das 1993 im "Stern" veröffentlicht wurde, erklärte Loriot: "Sie wissen ja selber aus Ihrer Arbeit, dass jedes komische Element sein eigenes Medium hat. Es gibt Dinge, die muss man in einer Zeichnung machen, andere in einer Bilderfolge. Manche Ideen sind nur in einem Zeichentrickfilm darstellbar und andere nur im Realfilm." Gegenstand Loriot'scher Darstellungen istüblicherweise weder Sensationelles noch sind es Extrem-Situationen. In einem "Zeit"-Interview äußerte der 83-Jährige vor Jahren: "Der Einzelne, den ich zeige, steht stellvertretend für das Verhalten der Mehrheit. Ich bekomme massenhaft Briefe von Leuten, die fragen, woher ich wüsste, was bei ihnen zu Hause geschieht. Das Lachen über mich ist ein Lachen des Wiedererkennens." An anderer Stelle wird von Bülow mit dem Satz zitiert: "Kommunikationsgestörte interessieren mich am allermeisten. Alles was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation, aus dem Aneinander-vorbei-reden." Einziger Wermutstropfen beim Busch-Preis 2007: Ob der Preisträger selbst an der Verleihungsfeier wird teilnehmen können, ist noch offen. Der Termin der Verleihungsfeier steht nämlich noch nicht fest.

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