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Auch am Lesertelefon viel Lob und nur ganz wenig Kritik zur "Langen Nacht der Kirchen"

Wildes Parken und hausgemachte Probleme

Rinteln (ur). Ein heilloses Chaos auf dem Parkplatz am Weserangerbad beklagt Udo Hermann : "Da wurde von den Badegästen kreuz und quer geparkt und mancher machte sich überhaupt keine Gedanken, wie andere den Platz wieder verlassen konnten." Er selber habe mit seinen Kindern fast eine Stunde in der Hitze warten müssen, bis er starten konnte.

Im Rückblick auf die "Lange Nacht der Kirchen" gibt Sabine Knoke zu bedenken, dass bei einer Neuauflage "dieses insgesamt so großartigen Ereignisses" in den einzelnen Kirchen wechselseitig noch stärker darauf aufmerksam gemacht werden sollte, wann und wo das jeweils nächste Programm beginnt: "Vielleicht sollte man auch die Dauer der Programme so begrenzen, dass man es schafft, noch die nächste Kirche zu erreichen." Besonders hervorheben möchte sie auch noch die Geste des muslimischen Betreibers der Bodega, "die Gäste in der Jakobikirche so nett zu bewirten. Das war nicht nur großzügig, sondern auch Demonstration von Toleranz und Achtung zwischen den Religionen und Kulturen. Hoffentlich funktioniert sowas auch umgekehrt." Christoph Dreyer und einige andere Gemeindemitglieder bedauern, dassüber die "Afrikanische Nacht" in der Johanniskirche nicht berichtet wurde, "obwohl diese mindestens so interessant war wie die übrigen Programmpunkte in der "Langen Nacht der Kirchen". Zur Erklärung: Wegen der Vielzahl der Termine in der "Langen Nacht" musste die Berichterstattung an mehrere Mitarbeiter vergeben und in zwei Blöcke gefasst werden - zudem erkrankte der für die Johannisgemeinde eingeteilte Kollege und konnte seinen Bericht daher erst einen Tag später liefern. Impressionen zur "Afrikanischen Nacht" lesen Sie daher in der heutigen Ausgabe. Peter Schmidt aus Rinteln bemängelt einen Missstand auf dem Friedhof in Uchtdorf, wo von der Stadt nach Sturmeinwirkung zwei umgekippte Tannen zwar entfernt, die Stümpfe und Wurzeln aber dort belassen worden sind: "Hier hat jetzt Unkraut und anderer Wildwuchs die Oberhand." Hinter diesem Schandfleck befinde sich zudem noch ein eingesacktes Doppelgrab, zu dem es keine Angehörigen mehr gibt: "Hier kann sich Ungeziefer einnisten und über den Friedhof verbreiten." Da sich diese Stelle unmittelbar neben der Friedhofskapelle befinde, wäre es angebracht, wenn die zuständige Stelle der Stadt Rinteln für Abhilfe sorgen würde. Unser aufmerksamer Leser Rudi Küssner aus Hessisch Oldendorf entdeckte am Wochenende in der Jubiläumsanzeige für eine Hautarzt-Praxis in Bückeburg die Formulierung: "Seit zwanzig Jahren tagaus, tagein, gehen bei uns die Patienten ein". Küssner dazu amüsiert: "Man darf ja wohl hoffen, dass die Patienten dort nicht nur ein, sondern auch ausgehen -sonst wäre der Besuch dort ja ganz schön gefährlich!" In unserer Zeitung wurde gestern schon auf der Titelseite anlässlich der Tagung des Arbeitgeberverbands in Schwöbber über Personal-Engpässe gerade im Bereich von Ingenieuren und Metallfacharbeitern geklagt: "Das ist doch ein hausgemachtes Problem", meint dazu Manuela Held aus Steinbergen, die selbst Mutter eines Sohnes ist, der nach seinem erweiterten Realschulabschluss ("Notendurchschnitt 2,3 mit guten Leistungen in Mathematik") schon zahlreiche Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz als Industriemechaniker gestartet hat, bis hin nach Hannover - leider bisher ohne Erfolg. "Diejenigen, die heute nicht ausgebildet werden, fehlen dann morgen - das ist doch der Grund des Mangels an Fachkräften!"

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