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Feggendorfer Sportlernachwuchs packt sein Können in eine "Gala"

Wie "Tarzan" an der Liane

Feggendorf (nah). Der Deister-Sportclub (DSC) hat den Leistungsstand seines Turnernachwuchses in eine zweistündige Revue gepackt. In der mit rund 200 Zuschauern voll besetzten Sporthalle des Dorfes zeigten neben den 66 Mädchen und Jungen auch 14 Frauen ihr Können in einer originellen und kurzweiligen Show. Da wurde sogar der Mann im roten Mantel, der nach dem Finale die Halle betrat, fast zur Nebensache.

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DSC-Vorsitzende Claudia Metzdorf strahlteüber den erfolgreichen Verlauf der schon zu einer kleinen Tradition gewordenen "Weihnachtsgala". Alle zwei Jahre lassen sich die kreativen Übungsleiterinnen ein Thema samt Rahmenprogramm einfallen. Noch häufiger wollen sie sich allerdings nicht verabreden: "Wir haben allein vier Tage gebraucht, um die Halle zu schmücken", stöhnte Metzdorf. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: Staunend betrachtete das Publikum die passend zu John Travoltas "Saturday Night Fever" gewählte Dekoration aus glitzernden Folien, bunten Lichterketten und flackerndem Disco-Licht. Das Training für die sportlichen Darbietungen lief dagegen schon seit dem Sommer. Das galt zwar nicht unbedingt für die "Mutter und Kind"-Gruppe, deren kleiner Nachwuchs sich drehbuchgerecht gähnend auf einer großen Matte wälzte. Aber die Rad und Salto schlagenden Mädchen und Jungen oder auch der junge Pascal Otto, der am Vertikaltuch sein Können unter Beweis stellte, müssen dafür schon länger geübt haben. Am Beispiel der zweiteiligen roten Stoffbahn, die von der Decke herabhing, wurde die ganze Konsequenz der Veranstaltung deutlich. "Das ist Tarzan", befand Übungsleiterin und Moderatorin Cordula Faby in Anlehnung an das aktuelle Musical, "der an der Liane schwingt." Selbst für die kleinen Akteurinnen, die über Mini-Trampolin, Kasten und durch einen Reifen sprangen, hatte sie einen bildhaften Vergleich: "So benutzen Sie im Brandfall den Fluchtweg", erläuterte Faby den schmunzelnden Zuhörern. Mit artistischen Einlagen gefiel ein Dutzend junger Talente auf dem neu beschafften Groß-Trampolin. "Wir brauchen noch Spenden", flocht Faby eine Aufforderung in ihre Ansage ein und berichtete, dass der Andrang in den Turngruppen Reglementierungen verlangt hat: Nur wer zu einem zweiten Training in jeder Woche komme, dürfe sein Können auch auf der federnden Matte verbessern. Heitere Akzente setzte eine quirlige Jungengruppe, die als Geisterüber die Matten wirbelte, und die Gymnastikfrauen mit einer neuen Einstudierung. Da wurde die Sportstätte zur pulsierenden Disco.

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