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Fünfjähriger Hesper will Flüchtlingen helfen / Große Spendensammlung läuft

„Wie erklärt man das den Kindern?“

Hespe. Nachdem Tjorven Kretschmer (5) in den „Logo“-Kindernachrichten einen Beitrag über Flüchtlinge gesehen hatte, fragte er seine Eltern: „Warum haben wir kein Boot?“ Der Fünfjährige wollte helfen, sagen seine Eltern Bernd und Pamela Kretschmer aus Hespe. Und so fingen die beiden an, mit ihren Kindern über das Flüchtlingsthema ins Gespräch zu kommen. Aus Tjorvens Idee, den Flüchtlingen mit einem Boot zu helfen, entwickelte sich schließlich eine große Spendensammlung.

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Auch die befreundete Familie Reddemann machte mit. Mary-Jane (10) hatte im Fernsehen davon gehört, dass 71 Flüchtlinge in einem Lastwagen erstickt sind, erzählt sie. „Wie soll man das den Kindern erklären?“, fragt ihre Mutter Rebecca Reddemann.

Gemeinsam starteten sie einen Spendenaufruf via Facebook, stellten eine Sammelbox im Hesper Kindergarten auf und animierten Freunde und Bekannte, Spielzeug, Kleidung und mehr abzugeben. „Denn die Kinder haben nur ganz wenig“, weiß Tjorven, der fleißig hilft, die Spenden zu sortieren. Kistenweise lagert das Gesammelte schon in Kretschmers Haus. Das Problem: „Wohin mit all den Sachen?“ Nach einigem Suchen haben sie einen Abnehmer gefunden: Eine zentrale Anlaufstelle in Oldenburg hat zugesagt, die Spenden Ende September entgegennehmen zu wollen, weil dann weitere Hunderte neue Flüchtlinge erwartet werden, sagt Reddemann.

Wer noch Sachspenden beisteuern möchte, kann sich per E-Mail an pamela.mette@gmx.de oder dobbie1982@gmx.net wenden. Außerdem sind Kretschmers telefonisch unter (0 57 21) 9 33 36 64 zu erreichen.kil

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