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Die erste elektronische Nachricht ging von Cambridge nach Karlsruhe

Wie die E-Mail seit August 1984 die ganze Welt erobert hat

Als vor über 25 Jahren, im August 1984, die erste elektronische Post Deutschland erreichte, ahnte niemand, dass diese Technik unsere Kommunikationswelt nachhaltig verändern würde. Empfänger war Michael Rotert, damals Technischer Leiter der Informatikrechnerabteilung an der Universität Karlsruhe (TH). Laura Breeden in Cambridge (Massachusetts) hatte ihm eine Grußnachricht vom Computer Science Network (CSNET) gesendet. Die Übermittlung hatte mehrere Stunden gedauert.

Laut Bitkom versenden 85 Prozent aller Internetnutzer regelmäßig

Ob geschäftlich oder privat: die „Electronic Mail“ eroberte am Ende der ersten Dekade des neuen Jahrtausends die Pole-Position bei der Internetnutzung im Privathaushalt. Das belegen die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes in der Studie „Informationsgesellschaft in Deutschland 2009“.

Unzählige E-Mails rasen heute rund um den Globus - als Botschaft aus dem privaten Bereich und natürlich auch als Geschäftspost. Alleine an Vodafone Deutschland werden monatlich mehr als 10 Millionen E-Mails adressiert. Und die elektronische Post hat Zukunft. Mehr und mehr wird sie auch unterwegs über mobile Endgeräte wie Smartphones genutzt. Aber das ist auch die unerwünschte Werbung, schlimmstenfalls mit Viren verseuchte Post. Überwachungssysteme filtern diese penibel aus.

Auch im privaten Bereich hat sich die elektronische Post durchgesetzt: Laut Branchenverband Bitkom versenden heute 85 Prozent aller Internetnutzer ab 14 Jahre private Mails, das sind knapp 43 Millionen Bundesbürger. Über die Hälfte der bundesdeutschen Internetnutzer kontrolliert täglich das persönliche elektronische Postfach. Zunehmend werden dabei auch mobile Geräte genutzt, sogenannte Smartphones. Die praktischen Helfer erlauben über Mobilfunkverbindungen fast überall den E-Mail-Empfang und -Versand. Und selbst auf den kleinen Tastaturen eines Smartphones lassen sich schnell formvollendete Nachrichten tippen. Ein kleiner Kniff hilft dabei: In den Autotext-Funktionen (meist erreichbar im Menü Einstellungen) hinterlegt man einfach persönliche Grußformeln als Buchstabenkombinationen. Ein „mfg“ wandelt das Smartphone dann automatisch zum „Mit freundlichen Grüßen“, ein „thx“ zum „herzlichen Dank“, ein „lg“ zu „mit lieben Grüßen“ und mit „sw“ wünscht man ganz freundlich ein „schönes Wochenende“.

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