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Anwohner wollen Anwalt einschalten / „Wir haben Angst vor Gesundheitsschäden“

Widerstand gegen Antenne auf Windrad

Eimbeckhausen (mf). Die Pläne, auf einem Windrad an der Ortsgrenze zu Messenkamp eine Mobilfunkantenne zu montieren, stoßen bei Anwohnern auf Widerstand. Sie befürchten gesundheitliche Risiken und wollen notfalls sogar vor Gericht ziehen, wie Arnhild Grube aus Waltershagen ankündigte.


Nach ihren Angaben sind etwa 20 Familien im Umkreis von rund 300 Metern betroffen. „Wir werden das nicht hinnehmen und eine Bürgerinitiative gründen“, sagte die altgesessene Landwirtin gegenüber der Neuen Deister-Zeitung. Mit den zwei geplanten Windrädern könne man sich noch anfreunden, nicht aber mit einer Funkantenne, von deren Strahlung möglicherweise schwerwiegende Gesundheitsgefahren ausgingen. „Wir sind nicht gegen den Fortschritt, aber diese Technik ist noch nicht ausreichend erforscht“, sagt Grube. So lange seien die Antennen noch eine „unsichtbare Bedrohung“, zumal sich der Mobilfunkbetreiber O2 eine Nutzung über Jahrzehnte vertraglich zusichern wolle.

Bislang hat das Unternehmen einen solche Antenne auf dem ehemaligen Benze-Gelände betrieben, wo sich ebenfalls Widerstand in der Nachbarschaft regte. Nachdem dort die erste Befristung ausgelaufen ist, hat O 2 unlängst beim Landkreis eine Verlängerung um zwei Jahre beantragt. Als endgültigen Standort hat die Firma jedoch die neuen Windräder auf der gegenüberliegenden Ortsseite auserkoren. Mit dem potenziellen Windradinvestor aus dem Kreis Schaumburg wurden entsprechende Absprachen getroffen.

Der Realverband Eimbeckhausen, dem Landwirtin Grube übrigens als zweite Vorsitzende angehört, hat in seiner jüngsten Sitzung grundsätzliches Einverständnis signalisiert (NDZ berichtete). In einer geheimen Abstimmung gab eine Mehrheit der Anwesenden grünes Licht sowohl für die beiden Windräder als auch für eine Mobilfunkantenne.

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