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"Wählergemeinschaft in Buchholz" gegründet / Zehn Kandidaten / Liste mit Samtgemeinde-CDU

"WiB" will mit Krause die Macht in Buchholz

Buchholz (tw). "Wählergemeinschaft in Buchholz", kurz "WiB": Das ist der Name der neuen Bürger-Gruppierung, die die Kräfteverhältnisse im Ort verändern will. 20 Buchholzer unter Vorsitz von Rolf Milewczek (bislang SPD-Fraktion, parteilos) haben sie Mittwochabend um 21.10 Uhr im Gemeinschaftshaus an der Bückebergstraße aus der Taufe gehoben. Die Anspielung des Kürzels auf das gleich klingende "VIP" ("Very Important Persons") ist durchaus beabsichtigt. Ein Alternativvorschlag, sich "OPK" - "Ohne Parteien-Klüngel" - zu nennen, war dagegen nur scherzhaft gemeint.

Wollen die politische Landschaft in Buchholz verändern (v.l.): R

Zum Frontmann der Wählergemeinschaft wurde erwartungsgemäß Hartmut Krause (Bürgermeister, seit 1. Januar 2006 parteilos) gewählt. Der Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl am 10. September erhielt in geheimer Wahl alle Stimmen der anwesenden Buchholzer. Vielleicht ein Grund dafür: "Seit etwa zwei Jahren", so Milewczek mit Blick auf den Bürgermeister, "ist die Arbeit im Rat kein Krampf mehr. Was beschlossen wird, wird seitdem auch abgearbeitet". Die zehn Kandidaten in der Reihenfolge der Listenplätze: Hartmut Krause Thorsten Felgendreher Gudrun Spiller Angela Tosar Wolfgang Witt Rainer Schufkar Rainer Voltmer Ann Lehmann Ralf Möller Martin Schenkendorf Überraschend: Milewczek kandidiert nicht auf der Liste, hat darüber hinaus auch sein Mandat im Gemeinderat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Begründung: "Ich habe eine Stelle bei der Samtgemeinde angenommen. Würde ich Ratsmitglied bleiben beziehungsweise am 10. September als WiB-Mitglied gewählt werden, könnten sich Interessenkonflikte ergeben", so Milewczek unter Verweis auf die Niedersächsische Gemeindeordnung (NGO). Wichtig: Laut Krause will die CDU WiB-Kandidaten mit auf die - gemeinsame - Liste für den Samtgemeinderat nehmen. Dafür stellt sich neben Krause auch Gudrun Spiller zur Verfügung. "Mit Parteienklüngel hat das rein gar nichts zu tun. Dass wir auf der Ebene der Samtgemeinde mit der CDU gemeinsame Sache machen, ist ein taktischer Schachzug", betont Krause - wohl wissend, dass das den Buchholzern schwer zu vermitteln sein wird. Aber: "Nur so haben wir eine Chance, dass Buchholzer Interessen auch im Samtgemeinderat vertreten sein werden." Auf sich gestellt, habe die WiB keine Chance, auf dieser Ebene Fraktionsstatus zu erhalten und einen Sitz in einem Ausschuss zu bekommen. Dass die Wahl auf die CDU gefallen sei, liege daran, dass diese Partei - anders als die SPD - ihre Liste noch nicht"geschlossen" habe. Für ein Wahlprogramm war es Mittwochabend noch zu früh. Es soll in Kürze in Form eines Faltblatts, das auch die Porträts der WiB-Kandidaten enthält, erstellt und persönlich an alle Buchholzer Haushalte verteilt werden. Auch über eine Rechtsform, die der WiB die Möglichkeit geben würde, Spenden anzunehmen, wurde noch nicht beraten. Klar ist für die Wählergemeinschaft aber schon jetzt so viel: "Buchholz - als der größte Zahler in Eilsen - darf nicht von der Samtgemeinde regiert werden, sondern muss eigenständig bleiben", heißt es unisono. Termin: Das nächste WiB-Treffen - jeder Buchholzer kann teilnehmen - findet am Mittwoch, 7. Juni, 20 Uhr im Gemeinschaftsraum an der Bückebergstraße statt.

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